Microsoft hat am 3. November den geplanten Start der nutzungsbasierten Abrechnung (Usage-Based Billing, UBB) für neue Microsoft 365 Copilot Business-Abonnements im Cloud Solution Provider-Programm (CSP) verschoben. Statt am 1. Dezember 2026 soll UBB nun im dritten Quartal des Microsoft-Geschäftsjahres 2027 beginnen, also zwischen Januar und März 2027. Der geänderte Zeitplan gilt laut Microsoft auch für Deutschland. Microsofts frühere UBB-Planung für CSP-Käufe bietet den vorherigen Stand.
Welche Copilot-Angebote betroffen sind
Die geplante Voreinstellung betrifft neue Microsoft 365 Copilot Business-Käufe über CSP, darunter Einzelangebote und Bündel. Ein neuer Kauf soll UBB im selben Mandanten auch für bereits vorhandene Microsoft 365 Copilot Business-Lizenzen standardmäßig aktivieren.
Microsoft grenzt den Umfang auf kommerzielle Copilot Business-Angebote der B-SKU-Klasse ein. Microsoft 365 Copilot Enterprise sowie Angebote für Bildung, gemeinnützige Organisationen und GCC Low gehören laut Microsofts Beschreibung der CSP-Abrechnungsmechanik nicht dazu. Als zunächst erfasste nutzungsabhängige Erlebnisse nennt Microsoft Copilot Cowork, Work IQ APIs und GitHub Copilot Harness.
Credits, Ausgabenlimits und Abrechnung
Microsoft nennt ein Standardlimit von 4.000 Copilot Credits pro lizenzierter Person und Monat. Administratoren können das Limit anpassen. Die UBB-Gebühren richten sich nach dem tatsächlichen Verbrauch und werden getrennt von der Gebühr für das Copilot-Business-Abonnement ausgewiesen.
Microsoft kennzeichnet die beschriebenen Verwaltungsfunktionen als noch nicht veröffentlicht. Im vorgesehenen Ablauf richtet Partner Center bei einem geeigneten Kauf die nötigen Azure-Ressourcen und eine Standard-Ausgabenrichtlinie ein, sofern für den Kunden noch keine Ausgaben- oder Abrechnungsrichtlinie aus einem anderen Kanal oder von einem anderen Partner besteht. Die Einrichtung erfolgt asynchron: Ein Lizenzkauf kann erfolgreich sein, während die UBB-Einrichtung noch aussteht. Schlägt sie fehl, bleibt sie laut Microsoft erneut anstoßbar.
Für die noch nicht veröffentlichten Verwaltungsfunktionen beschreibt Microsoft anpassbare Ausgabenlimits. Ein Limit von null soll weitere Ausgaben stoppen; bereits entstandene Gebühren bleiben zahlbar. In einer CSP-Diskussion auf Reddit äußerte ein Nutzer die Sorge, ein Partner könne von zusätzlichem Verbrauch erst durch eine Abrechnung erfahren. Microsoft zufolge erscheint der UBB-Verbrauch in den Azure-CSP-Abstimmungsdateien und ist dort von der Sitzlizenz unterscheidbar.