OpenAI erklärte im September 2026, gemeinsam mit Samsung an Chips der nächsten Generation zu arbeiten. Die Zusammenarbeit bringt Samsung in ein weiteres KI-Projekt ein – und fällt in den Wettbewerb mit SK Hynix um Speicher, der für leistungsfähige KI-Systeme wichtig ist.

OpenAI und Samsung arbeiten an Chips der nächsten Generation

OpenAI teilte im September 2026 mit, mit Samsung an Chips der nächsten Generation zu arbeiten. Die technische und geschäftliche Rolle von Samsung wurde dabei nicht näher beschrieben.

Die Zusammenarbeit ergänzt eine Reihe von Verbindungen zwischen Samsung und Unternehmen aus dem KI-Sektor. Im Oktober 2025 trat Samsung neben SK Hynix dem Stargate-Projekt von OpenAI bei. Im März 2025 arbeiteten Samsung und Nvidia an KI-RAN-Technologie für Funkzugangsnetze.

Warum HBM für KI-Prozessoren wichtig ist

High Bandwidth Memory, kurz HBM, ist ein spezieller Speicher, über den KI-Prozessoren schnell auf große Datenmengen zugreifen können. Er spielt eine wichtige Rolle in Systemen, die KI-Modelle trainieren und ausführen. Deshalb ist der Zugang zu HBM für die Hersteller von KI-Prozessoren und die Speicheranbieter strategisch bedeutsam.

Samsung und SK Hynix im HBM-Wettbewerb

SK Hynix führte den HBM-Markt lange an. Samsung hat seine Verbindungen im KI-Sektor ausgebaut; OpenAI ist nun ein weiterer Partner im Bereich der Chips der nächsten Generation.

Samsung und SK Hynix gehören außerdem gemeinsam mit Micron zu den führenden DRAM-Herstellern. DRAM ist die Speichertechnik, zu der auch HBM gehört. Für den HBM-Wettbewerb kommt es jedoch nicht allein auf technische Kompetenz an: Die Branche steht auch vor begrenzten Produktionskapazitäten.

Nvidia und die Verteilung von HBM

Nvidia ist für den Wettbewerb wichtig, weil die Zuteilung von HBM an Anbieter von KI-Chips die Marktanteile der Speicherhersteller maßgeblich beeinflusst. Samsung und Nvidia waren zudem an einer südkoreanischen Initiative beteiligt, für die insgesamt 260.000 Nvidia-GPUs vorgesehen sind. Zu den fünf Empfängern zählen Samsung, SK Hynix, Hyundai, Naver und die südkoreanische Regierung; auf Samsung entfallen laut Plan rund 50.000 GPUs.

Lieferketten und Exportregeln

Samsung und SK Hynix betreiben ältere Werke in China und testen dort weiterhin neue Anlagen zur Chipfertigung. 2025 beendeten die USA das Validated End User Program und ersetzten es für Lieferungen exportkontrollierter Werkzeuge an Halbleiterwerke in China durch eine jährliche Lizenzierung.