Ein am 7. Oktober 2026 veröffentlichter Bericht schildert einen zweitägigen Test von OpenAI Dots: Nachdem der Tester seine Wünsche genauer beschrieben hatte, passten die Sofavorschläge besser. Bei einer separaten Abo-Stornierung scheiterte der Agent an einem CAPTCHA. Die Beobachtungen stammen aus einem einzelnen Testbericht, nicht aus einer Zuverlässigkeitsmessung für alle Dots.
Was der berichtete Dots-Test ergab
Beim Sofakauf erstellte Dots zunächst eine dreiseitige Übersicht mit vier Vorschlägen, Preisen, Maßen, Links, Rückgabebedingungen und Fotos. Der Tester und seine Partnerin waren mit dieser ersten Auswahl nicht zufrieden. Bei einer anderen Aufgabe sollte der Agent eine wiederkehrende Bestellung stornieren. Das CAPTCHA verhinderte den Abschluss; selbst nachdem der Tester einen Lösungsversuch erlaubt hatte, bat Dots ihn, die Aufgabe selbst zu übernehmen.
So verfeinerte Dots die Sofasuche
Der Tester ergänzte seine Wünsche um bestimmte Farben und Schlafsofas und bat um zehn Vorschläge, sortiert nach einem Punkteschema. Daraufhin passten die Ergebnisse besser zu seinen Vorstellungen. Er speicherte einige Links und bat Dots, die Produktseiten auf mögliche Preisnachlässe zu beobachten.
Das Beispiel zeigt, wie zusätzliche Kriterien eine laufende Recherche in eine konkretere Auswahl verwandeln können. Der nächste Schritt blieb jedoch beim Nutzer: Er speicherte die Links und gab den Auftrag zur Beobachtung, statt dass der Bericht einen Kauf beschreibt.
Wo der Agent stolperte
Im selben Test wurde der Name des Nutzers zunächst falsch erkannt. Später missverstand Dots offenbar eine Äußerung und antwortete mit einer unerwartet vertraulichen Liebesbekundung. OpenAI erklärte zu diesem Fall, das Modell habe die gehörte Äußerung gespiegelt; Assistenten sollten keine unangemessene emotionale Vertrautheit oder Flirts initiieren.
Bei der Stornierung blieb das Hindernis praktischer: Dots konnte das CAPTCHA nicht lösen und übergab die Aufgabe an den Tester. Das beschreibt den Ausgang dieses einzelnen Versuchs, keine allgemeine Aussage darüber, wie häufig Dots an solchen Hürden scheitert.
Was OpenAI über Dots sagt
OpenAI stellte Dots am 29. September 2026 als dauerhaft verfügbare Agenten in ChatGPT vor. Nach Unternehmensangaben basiert Dots auf GPT-6 Astra und arbeitet auf einem eigenen Cloud-Computer. OpenAI beschreibt den Dienst als Unterstützung für länger laufende Ziele, die über mehrere Unterhaltungen hinweg bearbeitet werden können.
Der erste Dot ist laut OpenAI in berechtigten Pro- und Business-Premium-Abos enthalten. Beim anfänglichen persönlichen Pro-Zugang nahm das Unternehmen den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), die Schweiz und das Vereinigte Königreich aus. Deutschland gehört zum EWR und war damit von diesem Zugang ausgeschlossen. Diese regionale Einschränkung bezieht sich auf den persönlichen Pro-Zugang.
Ein Dot greift nicht automatisch auf den eigenen Rechner zu: OpenAI zufolge ist die Verbindung zum lokalen Computer optional und anfangs ausgeschaltet. Sie wird über die ChatGPT-Desktop-App eingerichtet.
Zugriffsregeln und gespeicherter Kontext
OpenAI zufolge nutzt proaktive Recherche schreibgeschützte Werkzeuge. Aktionen in einer aktiven Aufgabe können eigenen Berechtigungen und Sicherheitsprüfungen unterliegen. Das Unternehmen bietet außerdem benutzerdefinierte Regeln, eine Aktivitätsansicht und die Möglichkeit, einen Dot anzuhalten. Bestimmte Sicherheitsregeln lassen sich mit benutzerdefinierten Vorgaben nicht außer Kraft setzen.
OpenAI weist darauf hin, dass Dots Fehler machen können und Schutzmaßnahmen gegen Prompt-Injection das Risiko nicht vollständig beseitigen. Auch für gespeicherte App-Informationen gilt eine wichtige Unterscheidung: Wird eine verbundene App getrennt, stoppt der weitere Zugriff, bereits in den Kontext des Dots übernommene Informationen bleiben aber dort. Einzelne Dot-Erinnerungen lassen sich derzeit nicht separat anzeigen, bearbeiten oder löschen; beim Löschen des Dots wird dessen eigener Kontext entfernt.
Was ein früher Walkthrough ergänzt
Eine separate englischsprachige Aufnahme zeigt die Einrichtung eines Dots, Notizseiten und die Koordination von Aufgaben über mehrere ChatGPT- und Codex-Unterhaltungen hinweg. Bei einer Sprachsuche trat in dieser Aufnahme ein Problem mit dem Cloud-Browser auf; außerdem ließ sich ein Tab für geplante Aufgaben nicht öffnen.