OpenAI kündigte am 21. Oktober 2026 an, ChatGPT Ads auf 26 weitere Länder auszuweiten. Nach der Erweiterung sei der Dienst in insgesamt 89 Ländern verfügbar, teilte das Unternehmen mit.
OpenAI zufolge hatten bereits mehr als 100.000 Werbetreibende Kampagnen auf ChatGPT geschaltet. Das Unternehmen bezifferte die wöchentliche Nutzung von ChatGPT auf mehr als 1,2 Milliarden Menschen. Diese Zahl bezieht sich auf das Gesamtprodukt, nicht auf die Reichweite der Anzeigen.
Welche Länder OpenAI nannte
Für Lateinamerika kündigte OpenAI 14 zusätzliche Länder an, darunter Argentinien, Chile, Kolumbien und Peru. Als weitere Beispiele nannte das Unternehmen Nigeria, Südafrika, Serbien, die Ukraine, Kambodscha, Bangladesch und Pakistan.
Was OpenAI zuvor zu Deutschland mitgeteilt hatte
Deutschland hatte OpenAI bereits in seiner Ankündigung vom 18. August 2026 zur Ausweitung auf 31 europäische Märkte genannt. Am 31. August erklärte das Unternehmen, dass der selbstständige Zugang über den Ads Manager in allen 31 Märkten verfügbar war.
Auf welchen ChatGPT-Tarifen Anzeigen erscheinen
Laut OpenAI können Anzeigen in ChatGPT Free und Go erscheinen. Plus, Pro und Enterprise bleiben werbefrei. Werbetreibende in den neu genannten Ländern können den Dienst über Technologiepartner oder selbstständig über den Ads Manager nutzen. OpenAI begründete Werbung damit, den kostenlosen und kostengünstigen Zugang zu ChatGPT zu unterstützen.
Das Unternehmen erklärte, Anzeigen seien gekennzeichnet und von ChatGPT-Antworten getrennt; Werbung beeinflusse die Antworten nicht. Gespräche blieben Werbetreibenden gegenüber privat, Kundendaten verkaufe OpenAI nicht.
Was frühere Berichte zum Werbegeschäft sagen
In einem am 19. Oktober 2026 veröffentlichten englischsprachigen Gespräch berichtete Alix Coutures von The Information, die auf ein Jahr hochgerechnete Umsatzrate des Werbegeschäfts habe Ende August bei 1 Milliarde US-Dollar gelegen. Sie nannte außerdem mehr als 60.000 geworbene Werbetreibende und fasste gemischte Rückmeldungen zum Targeting zusammen. Einige Werbetreibende hielten die Ausrichtung der Anzeigen demnach für nicht wirksam genug.
Die Kennzahlen zu Werbetreibenden beziehen sich auf unterschiedliche Dinge: Coutures sprach von gewonnenen Werbetreibenden, OpenAI von Unternehmen, die bereits Kampagnen durchgeführt hatten.