OpenAI soll laut einem Reuters-Bericht rund 30 Milliarden US-Dollar einwerben und dabei eine Bewertung von mehr als 1,4 Billionen US-Dollar anstreben. Reuters veröffentlichte den Bericht am 19. Oktober 2026 unter Berufung auf zwei Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Die geplante Finanzierungsrunde soll Infrastrukturverpflichtungen abdecken und OpenAIs Bilanz stärken, falls ein schwächeres Börsenumfeld den geplanten Börsengang 2027 verzögert.
Was OpenAI einwerben will
Die angestrebten 30 Milliarden US-Dollar bezeichnen das geplante neue Kapital; die Bewertung von mehr als 1,4 Billionen US-Dollar den angesetzten Unternehmenswert. Reuters zufolge waren SoftBank Group, die in Abu Dhabi ansässige MGX und weitere bestehende Geldgeber im Gespräch über eine Beteiligung. In der Woche vor dem Bericht traf OpenAI außerdem langfristig orientierte Fonds und Staatsfonds.
Wofür das Kapital gedacht ist
Reuters zufolge könnte das Geld Verpflichtungen im Infrastrukturbereich finanzieren. Als weiteren Zweck nannte der Bericht eine Stärkung der Bilanz, falls schwächere IPO-Märkte den für 2027 geplanten Börsengang weiter verzögern. Das ist ein bedingtes Szenario, kein feststehender neuer Zeitplan.
Warum Anthropic beim Timing eine Rolle spielt
OpenAI wollte Reuters zufolge Zusagen einholen, bevor Anthropic voraussichtlich Mitte November an die Börse geht. Beide Unternehmen sprachen dem Bericht nach teilweise dieselben Gruppen von Kapitalgebern an. Während OpenAI langfristig orientierte Fonds und Staatsfonds traf, veranstaltete Anthropic einen Investorentag.
NeoTeo hat den möglichen Börsengang von Anthropic bereits gesondert eingeordnet.