Synopsys und OpenAI kündigten am 30. September 2026 eine mehrjährige Vereinbarung an, um GPT-Synopsys zu entwickeln. Das spezialisierte Modell soll Werkzeuge von Synopsys für den Entwurf von Halbleitern bedienen. OpenAI soll dafür Synopsys zufolge die EDA-Werkzeuge des Unternehmens lizenzieren.
Wie der geplante EDA-Workflow funktionieren soll
EDA steht für Electronic Design Automation: Softwarewerkzeuge für den Entwurf elektronischer Systeme und Chips. Im geplanten Ablauf sollen KI-Agenten diese Werkzeuge ausführen, ihre Ergebnisse auswerten, Änderungen am Design vornehmen und den Prozess wiederholen. Die Ergebnisse sind zur Prüfung durch Ingenieurinnen und Ingenieure vorgesehen.
Synopsys beschreibt als mögliche Aufgaben die Optimierung von Leistungsaufnahme, Performance und Chipfläche – zusammengefasst als PPA – sowie Timing und den Abschluss der Verifikation. Der Ansatz soll also Entwurfsschritte unterstützen, die anschließend fachlich geprüft werden.
Geplante Infrastruktur und Integrationen
Synopsys zufolge soll GPT-Synopsys auf einer von OpenAI gehosteten Infrastruktur laufen. Geplant sind außerdem Integrationen mit Synopsys.ai und Synopsys Autopilot sowie die Zusammenarbeit mit Agent-Harness-Systemen der Kunden, die KI-Agenten in bestehende Abläufe einbinden.
Synopsys’ Aussagen zu Kundendaten
Synopsys erklärte, kundenspezifische Entwurfsdaten sollten nicht zum Training des Modells verwendet werden. Daten sollen sowohl bei der Übertragung als auch bei der Speicherung verschlüsselt sein; Aufbewahrung, Prüfkontrollen und Berechtigungen sollen konfigurierbar sein.
In der Ankündigung vom 30. September teilte Synopsys außerdem mit, dass erste Technologieprojekte mit Halbleiterkunden bereits liefen.