Am 2. Oktober 2026 kündigte Oracle an, für sein geplantes Rechenzentrum Project Lighthouse in Port Washington (Wisconsin) 125 bis 250 Megawatt (MW) Strom aus dem Kernkraftwerk Point Beach kaufen zu wollen. Die Public Service Commission of Wisconsin muss dem Vorhaben zustimmen. Oracle schätzt, dass die Vereinbarung We-Energies-Kunden zwischen 2027 und 2033 rund 300 Millionen US-Dollar an Brennstoffkosten ersparen könnte.

Wie viel Strom Oracle kaufen will

Die vorgeschlagene Menge liegt bei 125 bis 250 MW. Der Strom soll den geplanten Campus Project Lighthouse in Port Washington versorgen. Der Kauf ist an die Zustimmung der Public Service Commission of Wisconsin (PSC), der zuständigen Regulierungsbehörde des Bundesstaats, gebunden.

Was Oracle bei den Stromkosten erwartet

Oracle beziffert die möglichen Einsparungen bei den Brennstoffkosten für Kunden von We Energies auf rund 300 Millionen US-Dollar im Zeitraum von 2027 bis 2033. Die Zahl ist eine Schätzung des Unternehmens und bezieht sich auf die vorgeschlagene Vereinbarung.

We Energies verkaufte Point Beach 2007 an NextEra Energy, kaufte aber weiterhin den Großteil der Stromproduktion des Kraftwerks. Der Vertrag dafür läuft bis 2033. We Energies rechnete diesem Vertrag rund 20 Prozent der für 2027 beantragten Stromtariferhöhung von 176 Millionen US-Dollar zu.

Die Public Service Commission muss zustimmen

Oracle-Vizepräsidentin Julia Robin sagte, das Unternehmen rechne damit, den Vorschlag bis Ende 2026 bei der PSC einzureichen. Die Kommission muss den geplanten Kauf genehmigen.

Point Beach und das Rechenzentrum in Port Washington

Luftaufnahme des Kernkraftwerks Point Beach am Ufer des Michigansees

Point Beach liegt bei Two Rivers am Ufer des Michigansees und hat zwei Reaktoren. Oracle plant, Strom aus dem Kraftwerk für Project Lighthouse zu beziehen, den geplanten Rechenzentrumscampus in Port Washington.