Orange Pi bringt weiterhin neue Mini-Computer auf den Markt, um sich einen Teil des Marktes zu sichern, den der Raspberry Pi dominiert. Kürzlich haben wir über das Modell 2g-IoT mit integrierter Mobilanbindung gesprochen. Jetzt ist der Orange Pi Prime an der Reihe, der einen Quad-Core-SoC mit Mali-450-GPU, 2 GB RAM, WLAN, Bluetooth, Infrarotsensor und drei USB-Anschlüssen für nur 28 Euro mitbringt.
Ich besuche regelmäßig das RetroPie-Subreddit und andere Emulationsforen. Die allgemeine Meinung der Nutzer lautet: Es wäre großartig, wenn der Raspberry Pi 3 etwas mehr Leistung hätte. Natürlich gibt es technische und budgetäre Gründe, die den Einsatz eines leistungsstärkeren SoCs verhindern, aber auf der anderen Seite der Welt sieht man das anders. Wenn man bereit ist zu warten und ein wenig Kompatibilität einzubüßen, bietet Orange Pi interessante Mini-Computer zu sehr aggressiven Preisen.
Das neue Mitglied der Familie ist der Orange Pi Prime, basierend auf dem Allwinner-H5-SoC mit vier 64-Bit-Cortex-A53-Kernen und einer Mali-450-Einheit, die 2K-Video problemlos wiedergibt. Der Arbeitsspeicher beträgt 2 GB DDR3. Es gibt drei herkömmliche USB-Anschlüsse, einen Micro-USB-Port, der als OTG oder Stromversorgung dient, einen dedizierten Stromanschluss (was auf die Notwendigkeit einer soliden Stromquelle hindeutet), WLAN, Bluetooth, Ethernet und Infrarot, Reset- und Power-Buttons, ein eingebautes Mikrofon, HDMI-Ausgang, MicroSD-Steckplatz, einen 3,5-mm-Audioanschluss, CSI-Eingang und einen 40-Pin-GPIO.
Die offizielle Orange-Pi-Website hat den Prime noch nicht aufgeführt, bietet aber vier Images an: Android, Arch Server, Debian und Ubuntu. Der offizielle Preis des Mini-Computers auf Aliexpress liegt bei etwa 28 Euro, aber die günstigste Versandmethode erhöht die Kosten auf 33 Euro bei einer Lieferzeit von einem Monat. Die eigentliche Frage ist die Taktfrequenz der Kerne im H5-SoC. Nicht einmal das Datenblatt von Allwinner enthält diese Information, aber ich werde den Text aktualisieren, sobald ich sie finde.