Eine der häufigsten Beschwerden beim Raspberry Pi ist die Qualität seines Audios. Wenn man es über HDMI ausgibt, ist es einigermaßen akzeptabel, aber die 3,5-Millimeter-Buchse ist deutlich schlechter. Es gibt einige Tweaks im Betriebssystem, die die Situation verbessern, aber alle, die an anspruchsvollen Audioprojekten arbeiten, empfehlen eine externe Lösung. Damit kommen wir zu PiSound, einer dedizierten Soundkarte, die über GPIO angeschlossen wird.
Das Problem mit dem integrierten Audio
In Foren wie den Subreddits zu Raspberry Pi und RetroPie wird dieses Thema häufig diskutiert. Wir sind uns alle einig, dass wir von einem 35-Dollar-Computer (oder weniger) keine professionelle Leistung erwarten können, aber die integrierte Audio-Lösung ist besonders schwach. In denselben Diskussionen tauchen Modifikationen für Raspbian auf, einschließlich eines experimentellen Treibers, über den viel Gutes gesagt wird. Trotzdem führen alle Wege zu einer externen Soundkarte oder einem DAC, wenn man ein robustes Audioprojekt plant.
PiSound: Die Soundkarte über GPIO
Dabei stoßen wir auf PiSound. Zwei 6,35-Millimeter-Ein- und Ausgänge, zwei MIDI-DIN-5-Ports, um fast alles anzubinden, eine solide Software-Unterstützung durch SuperCollider, Pure Data, Sonic Pi oder LV2-Plugins und eine schnelle Installation über GPIO ermöglichen eine breite Palette von Projekten – von Mediaplayern im lokalen Netzwerk bis zur Erstellung von Instrumenten (für mehr Geschwindigkeit empfehlen sie PatchStorage und die Verwendung eines dedizierten Buttons), einem Mini-Aufnahmestudio oder einem Internetradiosender. Alle erweiterten Spezifikationen finden sich auf der offiziellen Website (Link unten, zum Zeitpunkt des Schreibens nicht erreichbar) oder in ihrer Indiegogo-Kampagne.
Finanzierung und Verfügbarkeit
Das bedeutet natürlich Geld. Persönlich bin ich bei Indiegogo immer skeptisch, aber das Projekt hat bereits einen fertigen Prototyp, und der nächste Schritt ist die Produktion. PiSound hat sein Minimum von 6.950 Dollar um 275 Prozent übertroffen, und jedes Gerät kostet 89 Dollar. Das erscheint vielleicht etwas teuer, aber offenbar wird die erste Produktion 300 Einheiten nicht überschreiten, und sie bieten kostenlosen Versand an. Wenn alles gut läuft, sehen wir den PiSound im Juni.