Die erste Verteidigungslinie an jedem Computer ist und bleibt der Nutzer – doch die Lage ist bekannt. Für die meisten ist Sicherheit lästig, und nicht alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen werden getroffen. Malware lässt dennoch nie nach und wartet darauf, die erste Lücke auszunutzen. Die Macher von Secure-K schlagen vor, das Problem mit einem verschlüsselten Betriebssystem auf einem per PIN geschützten USB-Stick anzugehen.
Sicherheit als Dauerthema
Sicherheit, Sicherheit, Sicherheit. Schlüssel, Schlösser, Alarmanlagen, Codes, Passwörter, Fingerabdrücke, Magnetstreifen, Gesichts- und Augenerkennung – die Liste ließe sich fortsetzen. Es gibt viele Verteidigungsmechanismen, aber man sollte nie ihre Grenzen aus den Augen verlieren. Leider ignorieren viele Nutzer weiterhin Themen wie Sicherheit und Privatsphäre – trotz deutlicher Beispiele dafür, was passieren könnte, wenn jemand, der wirklich vorbereitet ist, seine ganze Feuerkraft einsetzt. Natürlich sind Malware-Verteiler nicht an bestimmten Zielen interessiert und setzen Mittel wie Ransomware ein, das immer mehr an Boden gewinnt. Die Firma Mon-K hat einen Vorschlag: Secure-K, ein Betriebssystem auf einem verschlüsselten und PIN-geschützten USB-Stick.
So funktioniert Secure-K
Ja, ich gebe zu: Das Präsentationsvideo erinnert an diese Fernseh-Werbespots, in denen jemand ein Ladegerät anschließt und ein halbes Haus abfackelt, nur um eine bessere Alternative anzupreisen. Alles, was bisher über Secure-K bekannt ist, stammt von der offiziellen Seite: Der Zugriff auf das Betriebssystem beginnt mit der Eingabe der PIN auf der Tastatur des USB-Sticks. Sobald er am Computer angeschlossen ist, funktioniert er (theoretisch) wie jedes Live-USB. Offenbar wird Secure-K anonymes Surfen bieten (ich nehme an, über Tor), ein komplettes Office-Paket sowie vollständig verschlüsselte Text-, Video-, VoIP-, Synchronisations- und Backup-Funktionen – nur die E-Mail hat unten ein großes „Bald“ stehen.
Verfügbarkeit, Preis und Spekulationen
Alle Fragen zu Secure-K werden im Oktober beantwortet, wenn es in den Versionen 8, 16, 32 und 64 Gigabyte erscheint. Es wird auch persönliche und Unternehmens-Editionen geben (mit mehr Kapazität und Fernverwaltung unter anderem), aber in allen Fällen ist der Preis unbekannt. Wenn ich einen Moment darüber nachdenke und Bilder vergleiche… würde ich sagen, dass Secure-K eine angepasste Version des verschlüsselten USB-Sticks, den Toshiba im Februar 2015 vorgestellt hat ist, mit einer Ubuntu-Variante im Inneren. Bald werden wir es wissen.