Am 15. Oktober 2026 berichtete United24 Media, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj habe US-Präsident Donald Trump in einem Interview mit der Financial Times vorgeschlagen, Starlink auf russischem Staatsgebiet zu öffnen. Ukrainische Streitkräfte sollten damit russische Abschussanlagen für ballistische Raketen angreifen können. Selenskyj habe den Vorschlag zudem als Möglichkeit dargestellt, Russland zu Verhandlungen zu bewegen und Angriffe auf russische Energieinfrastruktur entbehrlich zu machen. United24 Media

Was die gemeldeten Terminal-Beschränkungen betraf

Der Vorschlag bezog sich auf Starlink. Die Berichte über Einschränkungen betrafen dagegen ukrainische militärische Starshield-Terminals. Laut Kyiv Post ging es um die Bewegungsgeschwindigkeit der Terminals, nicht um die Datenrate ihrer Internetverbindung. Ukrainische Quellen nannten eine Grenze von etwa 160 km/h; das ukrainische Verteidigungsministerium bezifferte die formale Beschränkung später auf rund 161 km/h.

Am 14. Oktober meldete Mykhailo Fedorov, die Verbindung für Terminals mit einer Bewegungsgeschwindigkeit von bis zu 160 km/h werde wiederhergestellt. Für schnellere Terminals galt die Beschränkung laut Kyiv Post weiter. Die gemeldeten Ausfälle betrafen Abfangdrohnen, Mittelstreckenangriffe, Aufklärung, Kommunikationsrelais und die Logistik an der Front. NeoTeo berichtete bereits über die Einschränkungen an ukrainischen Militärterminals.

Welche Einsätze betroffen sein könnten

Eine von AFP wiedergegebene Einschätzung unterschied zwischen verschiedenen Einsatzgebieten: Langstreckenangriffe auf Raffinerien tief in Russland sollten demnach nicht betroffen sein, weil Starlink dort nicht betrieben wird. Der Forscher Yohann Michel sagte, Mittelstreckeneinsätze auf der Krim, in den von Russland besetzten Gebieten der Ostukraine und im Schwarzen Meer könnten dagegen beeinträchtigt werden. France 24 / AFP