Variable Blenden kamen in Android-Smartphones von Samsung, Sony, Huawei, Xiaomi und Honor zum Einsatz. Die Modelle reichten vom Galaxy S9 aus dem Jahr 2018 bis zu späteren Geräten, die noch 2025 in der Entwicklung dieser Kameratechnik eine Rolle spielten. Dabei unterschieden sich die Lösungen: Einige Kameras boten zwei Stufen, andere mehrere wählbare Positionen oder eine stufenlose Verstellung.
Was eine variable Blende verändert
Die Blende ist die Öffnung im Objektiv, durch die Licht auf den Kamerasensor fällt. Eine veränderbare Öffnung kann den Lichteinfall steuern und die Schärfentiefe beeinflussen – also, wie viel vor und hinter dem fokussierten Motiv scharf erscheint. Der Blendenwert wird als f-Zahl angegeben; beim Galaxy S9 lagen die zwei Einstellungen bei f/1.5 und f/2.4.
Mehr Einstellmöglichkeiten bedeuten jedoch nicht automatisch bessere Alltagsfotos. Die Blende verändert bestimmte optische Bedingungen, ist aber nur ein Teil dessen, was ein fertiges Bild ausmacht.
Android-Smartphones mit unterschiedlichen Blendenmechanismen
Die Modelle lassen sich vor allem danach unterscheiden, wie viele Blendenstellungen sie boten und wie die Öffnung verändert wurde.
| Smartphone | Blendenmechanismus oder Einstellungen |
| Samsung Galaxy S9 / S9+ | Zwei Stufen: f/1.5 und f/2.4 |
| Sony Xperia Pro-I | Variable Blende der Hauptkamera; angegeben mit f/2.0–f/4.0 |
| Huawei Mate 50 Pro | Zehn wählbare Positionen zwischen f/1.4 und f/4.0 |
| Xiaomi 13 Ultra | Zweistufige variable Blende |
| Xiaomi 14 Ultra | Stufenloser Mechanismus mit zehn Lamellen |
| Honor Magic6 Pro | Variable Blende der 50-Megapixel-Hauptkamera, f/1.4–f/2.0 |
| Honor Magic7 Pro | Physische variable Blende mit zwei Stufen |
Die Unterschiede sind konkret: Beim Galaxy S9 wechselte die Kamera zwischen zwei Werten, während sich beim Mate 50 Pro zehn Positionen auswählen ließen. Auch die beiden Xiaomi-Modelle sind nicht gleichzusetzen: Das Xiaomi 13 Ultra hatte eine zweistufige Lösung, das Xiaomi 14 Ultra dagegen einen stufenlosen Mechanismus mit zehn Lamellen.
Wie sich die Technik bei den Herstellern weiterentwickelte
Auf das Galaxy S9 und S9+ von 2018 folgten weitere Beispiele: Sony brachte 2021 das Xperia Pro-I, Huawei 2022 das Mate 50 Pro. 2023 kamen unter anderem das Xiaomi 13 Ultra und das Huawei P60 Pro hinzu. Für 2024 wurden das Xiaomi 14 Ultra, das Honor Magic6 Pro und Modelle der Huawei-Pura-70-Reihe mit variabler Blende geführt. Auch 2025 gehörten Modelle der Huawei-Pura-80-Reihe sowie das Honor Magic7 Pro zu den genannten Geräten.
Xiaomi setzte im Xiaomi 15 Ultra wieder auf eine feste Blende von f/1.63. Die unterschiedlichen Generationen zeigen damit, dass Hersteller die verstellbare Öffnung nicht durchgehend auf dieselbe Weise weiterführten.
Was die Blende für Fotos bedeutet
Eine variable Blende bietet Spielraum beim Lichteinfall und kann die Schärfentiefe beeinflussen. Wie sichtbar sich das bei einem konkreten Motiv auswirkt, hängt vom jeweiligen Bild ab. Aus der bloßen Zahl der Einstellungen oder dem Blendenbereich lässt sich deshalb kein allgemeiner Qualitätsgewinn für Alltagsfotos ableiten.