Einige Kommentare im Netz legen nahe, dass digitale Künstler am Ende des Weges angekommen sind. Wenn die Erzeugung von Kunst mit künstlicher Intelligenz gut genug ist, wird der Endnutzer dieses Werkzeug ohne Zögern übernehmen. Aber diese scheinbare Antithese kann sich mit den richtigen Werkzeugen in etwas Positiveres verwandeln, zum Beispiel mit Stable-Diffusion-Plugins für Programme wie Photoshop und Blender. Viele davon sind noch in Entwicklung, aber das Potenzial ist unermesslich.
Die Erzeugung von Kunst mit künstlicher Intelligenz schreitet in großen Schritten voran. Die Algorithmen werden immer benutzerfreundlicher, und wir haben bereits die Möglichkeit, diese Modelle lokal auf unseren PCs zu installieren. Nun stellen sich viele Nutzer online immer wieder dieselben Fragen: Was wird aus dem digitalen Künstler? Wenn ein Algorithmus „kreative Arbeiten“ erledigen kann, was bleibt dann für den Rest?
Derzeit ist die Erzeugung von Kunst mit KI nichts weiter als eine zusätzliche Technik, und als solche bedarf sie der menschlichen Intervention. Mit diesem Gedanken haben wir einige sehr interessante Entwicklungen in Form von Plugins für Anwendungen wie Photoshop, Krita und Blender entdeckt.
Photoshop + Stable Diffusion = Alpaca
Eines der Plugins, das in den letzten Tagen für Aufsehen gesorgt hat, ist Alpaca, eine Integration von Stable Diffusion mit Adobe Photoshop. Eine Demo dieses Plugins, inspiriert von der Kunst des Studio Ghibli, wurde über Reddit verbreitet. Aber ich muss hinzufügen, dass die chemische Zusammensetzung einer Mineralwasserflasche mehr Informationen enthält als die offizielle Seite von Alpaca. Alles, was wir dort tun können, ist uns für die private Beta anzumelden. Geduld.
Zwei Krita-Plugins, und es werden mehr...
https://www.youtube.com/embed/MVPu2L88jIwWie der Name schon sagt, ist das Stable Diffusion Krita Plugin eine der ersten Anpassungen, um Stable Diffusion mit dem beliebten Editor Krita zu verbinden. Sein Profil auf GitHub bietet alle notwendigen Anweisungen für eine korrekte Installation, aber es besteht kein Zweifel, dass es sich um eine Arbeit in Entwicklung handelt, und jeder Interessierte sollte es ruhig angehen lassen. Trotzdem ist seine Demo beeindruckend, da sie zusätzliche Details aus einem einfachen Prompt generiert. Eine Alternative ist das Krita Addon für Image AI Utils von Sergey Morozov, dessen Demonstration im verlinkten Video zu sehen ist.
Was ist mit GIMP?
Der Twitter-Nutzer „nousr“ teilte eine Demo von Stable Diffusion innerhalb von GIMP mit Google Colab als Backend, aber das Kurioseste ist, dass er nicht empfiehlt, diesen Weg zu gehen, zumindest nicht mit GIMP. Der ursprüngliche Plan war, ein Plugin zu erstellen, aber GIMP hängt immer noch von Python 2.7 ab, und in der Meinung von „nousr“ macht das alles schwieriger. Vielleicht in GIMP 3.0…?
Zwei Optionen für Blender
Die erste ist StablenderDiffusion vom Nutzer „shellward“ auf GitHub, aber seine Anweisungen sind leerer als ein Eisbecher um drei Uhr morgens im Sommer. Grundsätzlich ist die Idee, in den Add-ons-Bereich von Blender zu gehen und die Option für die „Installation aus Datei“ zu verwenden, um die .py-Datei aus dem Repository zu laden. Die zweite ist CEB Stable Diffusion von Carlos Barreto, der sich die Mühe gemacht hat, ein zehnminütiges YouTube-Tutorial zu veröffentlichen, das Installation und allgemeine Nutzung seines Plugins beschreibt. Die einzige Warnung ist, dass CEB lokal funktioniert und du eine GPU mit genügend Feuerkraft brauchst.
Zusammenfassung
Ob es uns gefällt oder nicht, wir stehen vor einer neuen Ära der digitalen Kreativität. Es ist noch zu früh, um zu sagen, ob Kunst mit künstlicher Intelligenz digitale Künstler verdrängen wird, aber die Werkzeuge vermehren sich, und was früher unmöglich schien, ist jetzt nur noch einen Satz entfernt.