Falls du dich jemals gefragt hast, wie ein IT-Spiel in den 90ern ausgesehen hätte, zeigt dir ein Animator es in einem Video. Erschrick dich mit „Stephen King's IT – The Hide & Seek Adventure“, dem fiktiven Videospiel, das auf dem Film über den mörderischen Clown basiert.
Während die neue Adaption von Stephen Kings Klassiker an den Kinokassen Rekorde bricht, präsentiert uns ein Animator: Robert Penney ist der Verantwortliche. Er zeigt, wie ein 8-Bit-Spiel von IT aus dem Jahr 1990 ausgesehen hätte, entwickelt von einem Team, das vermutlich nie den Trailer gesehen oder gar das Buch gelesen hat. Kurz: ein getreues Spiegelbild dessen, was damals (und heute noch) bei den meisten Film-Videospielen passierte.
Penney zeigt das perfekte Beispiel, wie man ein Spiel zu einem Horrorfilm ganz einfach ruinieren kann. Seine Arbeit ist es, sich vorzustellen, wie aktuelle Filmspiele ausgesehen hätten, wenn sie vor Jahren für das Nintendo NES erschienen wären. Schnelles Geld mit hastig gemachten Spielen, die den Hype der Kinostarts ausnutzten, um ordentlich abzukassieren. Man muss nur die kurze Einleitung am Anfang von „Stephen King's IT – The Hide & Seek Adventure“ lesen, wo es heißt, dass Pennywise und seine Freunde sich beim Versteckspielen amüsieren. In diesem fiktiven Jump-’n‘-Run steuerst du den Clown, der die versteckten Jungen in jedem Level finden muss. Während du vorankommst, musst du Feinden ausweichen und Münzen sammeln, die du im Laden für Fähigkeiten ausgeben kannst (etwa dich in eine Spinne, einen Werwolf oder eine Mumie zu verwandeln), Kräfte, um Hindernisse zu überwinden. Sogar einen Boss gilt es inmitten eines Szenarios zu besiegen!
Visuell hat das Spiel ein kindliches Design (ganz im Gegensatz zu allem, was IT repräsentiert). Das war bei NES-Spielen zu Horrorfilmen üblich. Nintendo hätte nie zu viel Gewalt und herumfliegende Eingeweide erlaubt. Deutliche Beispiele sind die grauenhaften Adaptionen von Filmen wie „A Nightmare on Elm Street“, „Friday the 13th“ und „Total Recall“, deren Ton stark abgeschwächt wurde wegen Nintendos Politik. Deshalb ist „Stephen King's IT – The Hide & Seek Adventure“ ein hervorragendes Porträt dessen, was eine schlechte Konvertierung gewesen wäre, schnell gemacht, um den Erfolg des Films auszunutzen – damals üblich (und man erinnere sich an die E.T.-Konvertierung für Atari, pfui).
Penney Pixels ist der YouTube-Kanal, der für diese Fictional Bad Games (Fiktive schlechte Spiele) verantwortlich ist. Er hat nicht allzu viele Videos, aber die sind sehr gut. Zum Beispiel gibt es eines zur Serie Stranger Things (in einer Umsetzung als Grafik-Adventure). Außerdem gibt es Konvertierungen der Filme Gravity und Scarif Resort Simulator, ein Sim-City-Klon, der lose im Star-Wars-Universum angesiedelt ist. In jedem dieser Videos steckt unglaubliche Arbeit, in der die häufigsten Fehler jener Zeit hervorgehoben werden (Gameplay-Probleme, Tonwechsel, hastig gemachte schlechte Konvertierungen). Ein sehr empfehlenswerter Kanal!
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