Straiker warf in einem am 21. Oktober 2026 veröffentlichten Bericht der Gruppe CyberCartel vor, mit dem KI-gestützten System CARLIY0S mehr als 400 Finanzziele in Lateinamerika ins Visier genommen zu haben. Die Zahl bezeichnet Ziele, nicht bestätigte erfolgreiche Angriffe auf mehr als 400 Banken. Straiker beschrieb CARLIY0S als ein von Menschen gesteuertes System mit mehreren KI-Agenten und ordnete die Operation außerdem Tr4nsHack Team und Hexagon Security Labs Mexico zu.

Was Straiker im FinancialSoft-Bestand meldet

Straiker zufolge griff das Unternehmen am 24. September 2026 auf eine Momentaufnahme des Bestands FinancialSoft mit 4.493 Einträgen zu. Die gemeldeten Kategorien umfassten E-Mail-Adressen, Kontonummern und verschiedene Zugangsdaten:

Gemeldete KategorieVon Straiker angegebene Anzahl
Einträge insgesamt4.493
E-Mail-Adressen2.911
Kontonummern903
Allgemeine API-Schlüssel391
Klartextpasswörter67
Portalzugänge51
Datenbank-Verbindungszeichenfolgen43
Explizite Hintertüren6

Straiker führte die Kategorien als Bestandszahlen auf. Sie sind keine Zahl erfolgreicher Zugriffe auf Finanzkonten. Der Bericht nannte außerdem mehr als 200 Schwachstellen, darunter Zero-Day-Lücken, sowie mehr als 270 Pentest-Berichte mit Datierungen zwischen Mai und September 2026. Wie viele der Schwachstellen Zero-Day-Lücken waren, bezifferte Straiker nicht.

Welche KI-Modelle und Anbieterreaktionen Straiker nennt

Straiker nannte Claude, Grok und Kimi im Zusammenhang mit CARLIY0S, ordnete den Modellen aber keine durchgehend konsistenten Rollen oder Versionen zu. Der Bericht beschrieb menschliche Operatoren, die das Multi-Agenten-System steuerten.

Straiker zufolge widerrief Anthropic ein Zugangstoken, das das Unternehmen als kompromittiert einstufte. Außerdem sei xAI über Aktivitäten im Zusammenhang mit fünf „Grok-Minern“ informiert worden und habe diese untersucht.