Am 22. Oktober 2026 erreichte der fünfjährige Credit Default Swap (CDS) von Meta laut Bloomberg, das sich auf Daten von ICE Data Services bezog, intraday rund 119,3 Basispunkte pro Jahr. Der Spread stieg im Tagesverlauf um bis zu 8,9 Basispunkte. Es war der höchste Intraday-Wert seit Beginn des aktiven Handels mit den Swaps, etwa ein Jahr zuvor.

Was der CDS-Spread aussagt

Ein CDS ist ein Vertrag, der gegen regelmäßige Prämienzahlungen vor Verlusten bei einem Kreditereignis schützen kann. Der Spread bezeichnet den dafür angesetzten Preis. Er spiegelt erwartete Verluste wider, enthält aber auch eine Risikoprämie, wie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich erklärt.

Die 119,3 Basispunkte entsprechen deshalb keiner Ausfallwahrscheinlichkeit von 1,193 Prozent. Um aus einem CDS-Spread eine modellierte Ausfallwahrscheinlichkeit abzuleiten, sind weitere Annahmen nötig.

Gemeldete Ausgaben und Cashflow von Meta

Seeking Alpha berichtete über TradingView von rund 825 Milliarden US-Dollar an künftigen Verpflichtungen aus Leasing- und Verträgen. Ein großer Teil davon entfalle auf KI-Rechenleistung und Infrastruktur. Im Juli 2026 hatte die Summe dem Bericht zufolge noch bei knapp 700 Milliarden US-Dollar gelegen.

Demselben Bericht zufolge erhöhte Meta die Prognose für Investitionsausgaben 2026 auf 135 bis 145 Milliarden US-Dollar. Die Untergrenze stieg damit von 130 Milliarden US-Dollar; die Obergrenze blieb unverändert.

Der freie Cashflow lag im dritten Quartal 2026 laut Seeking Alpha bei minus 2,12 Milliarden US-Dollar. Im Vorquartal hatte er bei plus 784 Millionen US-Dollar gelegen, ein Jahr zuvor bei plus 10,63 Milliarden US-Dollar.

Bloomberg berichtete am selben Donnerstag auch von höheren Kosten für CDS-Schutz bei Oracle, Microsoft und Broadcom.