Die südkoreanische Korea Media and Communications Commission (KMCC) ordnete am 28. Oktober 2026 laut Berichten Geldbußen von insgesamt 63,7 Milliarden Won gegen Google und Apple an. Die Behörde verlangte außerdem Änderungen bei externen Zahlungslinks und App-Prüfungen für Entwickler in Südkorea.
So verteilen sich die Geldbußen
| Unternehmen | Geldbuße |
| 42,9 Milliarden Won | |
| Apple | 20,8 Milliarden Won |
Welche App-Store-Praktiken die KMCC beanstandete
Nach den Feststellungen der KMCC lenkten Google und Apple Entwickler zu ihren eigenen Zahlungssystemen. Für Zahlungen über Drittanbieter innerhalb einer App sei eine Provision von 26 Prozent angefallen; zugleich hätten diese Zahlungsoptionen nicht dieselben Funktionen geboten. Die Behörde beanstandete außerdem, dass Zahlungen über externe Websites blockiert und App-Prüfungen ohne klare Begründung verzögert worden seien.
Die berichtete Anordnung verpflichtet Google und Apple, Entwicklern in Südkorea Links zu externen Zahlungsseiten in ihren Apps zu erlauben und ihre App-Prüfverfahren zu verbessern.
Das Gesetz soll einen fairen App-Markt fördern
Die Korea Communications Commission (KCC) beschrieb in einem Hinweis vom 14. September 2021 die Ziele der damaligen Gesetzesänderung: einen fairen und ausgewogenen App-Markt, den Schutz der Verbraucherrechte und die Vermeidung von Schäden. Das Gesetz untersagte unter anderem, App-Marktplätzen bestimmte Zahlungsmethoden aufzuzwingen oder Prüfungen und Löschungen von Mobilinhalten unfair zu verzögern.
Apple widerspricht der Entscheidung
Apple erklärte, seine Praktiken entsprächen südkoreanischem Recht, und widersprach der Entscheidung. Das Unternehmen prüfe rechtliche Schritte und verwies auf den Sicherheits- und Betrugsschutz, den sein eigenes Zahlungssystem Nutzern bieten solle.