Das Microsoft Surface Laptop Ultra kann lokale KI- und Kreativaufgaben bewältigen: Kevin Stratvert zeigte Dokumentenchat ohne WLAN sowie lokale Bild- und Videogenerierung. PCMag maß mit einem Modell mit 64 GB Arbeitsspeicher 31,1 Tokens pro Sekunde in seinem Class-2-Test. Separat meldete StorageReview Stromausfälle bei zwei Business-Testgeräten während einer bestimmten Dauerlast.

Was der Surface Laptop Ultra im Test leistet

Der Laptop kombiniert einen NVIDIA RTX Spark N1X mit Grace-CPU-Kernen und Blackwell-Grafik. CPU und Grafik teilen sich den Arbeitsspeicher. Die Testergebnisse fallen je nach Konfiguration und Aufgabe unterschiedlich aus: PCMag prüfte eine Verbraucher-Konfiguration mit 64 GB, Kevin Stratvert demonstrierte einen Offline-Arbeitsablauf, und StorageReview untersuchte Business-Geräte unter einer anhaltenden Rechenlast.

Im Class-2-Test mit Phi 4 Reasoning 14B erzielte PCMag auf seinem 64-GB-Gerät 31,1 Tokens pro Sekunde. Das Asus ProArt P16 erreichte im selben Test 27,6 Tokens pro Sekunde. Das Apple MacBook Pro 16-inch (2026, M5 Max) kam auf nahezu die doppelte Rate des Surface.

Konfigurationen und die Schwelle für Class 3

PCMag beschrieb drei Ausstattungen. Das getestete Gerät hatte 64 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher und eine 1-TB-SSD. Für den Class-3-Test setzte PCMag mindestens 96 GB voraus; deshalb konnte das 64-GB-Testgerät diese Prüfungen nicht absolvieren. Die 128-GB-Ausführung erreicht diese Speicherschwelle, wurde dadurch aber nicht Teil von PCMag’s Class-3-Test.

KonfigurationCPU-KerneGrafikkerneGemeinsamer ArbeitsspeicherSSD
Basismodell185.12024 GB512 GB
PCMag-Testgerät206.14464 GB1 TB
128-GB-Ausführung206.144128 GB1 TB
Für PCMag Class 3 sind mindestens 96 GB nötig; die 128-GB-Ausführung erreicht diese Speicherschwelle.

Die Konfigurationen mit 32 GB und 128 GB stehen auch im NeoTeo-Vergleich der beiden Speichervarianten im Mittelpunkt. Für die hier beschriebenen PCMag-Tests gilt jedoch das 64-GB-Gerät als Referenz.

Offline-KI mit Dokumenten, Bildern und Video

Englischsprachige Demonstration von Kevin Stratvert: Dokumentenchat mit LM Studio sowie lokale Bild- und Videogenerierung mit ComfyUI.

Kevin Stratvert führte auf seinem 64-GB-Testgerät einen Dokumentenchat mit LM Studio und deaktiviertem WLAN vor. Für lokale Bild- und Videogenerierung nutzte er ComfyUI. Bei einer fünfsekündigen Image-to-Video-Aufgabe brauchte der Laptop am Netzteil 2 Minuten und 31 Sekunden; im Akkubetrieb waren es 2 Minuten und 34 Sekunden. Die angezeigte Akkuladung sank dabei von 99 auf 96 Prozent. Das ist das Ergebnis dieser einzelnen Aufgabe, kein allgemeiner Laufzeit- oder Leistungstest.

Stratvert erklärte, Microsoft habe ihm das Gerät für den Test überlassen und er dürfe es behalten.

Akkutest und anhaltende Rechenlast

PCMag ermittelte 15 Stunden und 40 Minuten bei der Wiedergabe eines lokal gespeicherten Videos in 720p. Für den Test standen die Bildschirmhelligkeit auf 50 Prozent und die Lautstärke auf 100 Prozent; WLAN und Tastaturbeleuchtung waren ausgeschaltet. Im selben Test hielt das Apple MacBook Pro 16-inch (2026, M5 Max) mehr als 27 Stunden durch. Diese Werte stammen aus einem Video-Wiedergabetest und beschreiben nicht jede gemischte Alltagsnutzung.

StorageReview untersuchte eine separate Business-Konfiguration und meldete Stromausfälle bei zwei Testgeräten während eines All-Core-Laufs mit OpenBLAS LU N=20000. Beim zweiten Gerät scheiterten laut StorageReview drei von vier Versuchen. Die Logs deuteten auf einen abrupten Stromausfall ohne Bugcheck hin; StorageReview nannte keine bestätigte Ursache. Der Befund betrifft diese Geräte und diesen Belastungstest.

Display, Anschlüsse und Software

PCMag beschreibt ein 15-Zoll-Mini-LED-Touchdisplay mit 3.270 × 2.180 Pixeln und dynamischer Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz. Die Bedienung mit dem Finger funktioniert; Surface Pen und Slim Pen werden nicht unterstützt. Microsoft nennt eine HDR-Spitzenhelligkeit von 2.000 Nits. PCMag maß in einem SDR-orientierten Test mehr als 700 Nits. Die Werte beziehen sich auf unterschiedliche Bildmodi.

Alle drei USB-C-Anschlüsse unterstützen USB4 mit bis zu 40 Gbit/s, DisplayPort 2.1 und eine Stromversorgung von bis zu 140 Watt. Nur einer dieser Anschlüsse bietet Magnetic Connect, den magnetischen Ladeanschluss. Er bleibt zugleich ein normal nutzbarer USB-C-Port.

Das Gerät läuft mit Windows auf Arm. Kevin Stratvert weist darauf hin, dass manche Programme eine Kompatibilitätsschicht nutzen und bestimmte Plug-ins oder Zubehör möglicherweise nicht funktionieren. Bei Spezialsoftware hängt der praktische Nutzen daher auch davon ab, ob die benötigten Anwendungen auf der eigenen Konfiguration laufen.

Für wen sich das Gerät eignet

Wer Dokumente, Bilder oder Videos mit lokaler KI bearbeiten möchte, findet in Stratverts Vorführung konkrete Beispiele für einen Offline-Ablauf. Für größere Modelle ist der verfügbare gemeinsame Arbeitsspeicher entscheidend; PCMag ordnete sein 64-GB-Gerät der Class 2 zu und setzte für Class 3 mindestens 96 GB voraus. Der separate Stromausfall-Befund von StorageReview betrifft eine anhaltende All-Core-Last auf zwei Business-Testgeräten. Kevin Stratvert hielt den Laptop für überdimensioniert, wenn die Nutzung vor allem aus E-Mail, Office und Online-KI besteht.