Google kündigte am 28. Oktober 2026 Anzeigen in AI Mode für zehn weitere Länder an. Separat stellte das Unternehmen Anzeigen für Folgefragen in US-amerikanischen AI-Mode-Gesprächen vor. Die von Koah genannten Kennzahlen beziehen sich auf ein anderes Werbemodell und erlauben keinen direkten Plattformvergleich. Google benannte die Märkte und Funktionen in seiner Ankündigung.

Googles Anzeigen-Ausbau für AI Mode

Google nannte Australien, Kanada, Indien, Kenia, Malaysia, Neuseeland, Nigeria, Pakistan, die Philippinen und Singapur als zehn zusätzliche Märkte für Anzeigen in AI Mode. Für das vierte Quartal 2026 führte das Unternehmen außerdem Brasilien, Mexiko und das Vereinigte Königreich als weitere geplante Märkte auf.

Anzeigen für Folgefragen in den USA

Für AI Mode in den USA kündigte Google Anzeigen an, die auch bei Folgefragen innerhalb eines Gesprächs erscheinen können. Das Unternehmen erklärte, Anzeigen würden als „Sponsored“ gekennzeichnet. Die Ankündigung nannte keinen konkreten Starttermin für die Ausspielung.

Wie Koah den Gesprächskontext nutzt

Koah Labs vermittelt Anzeigen an mehr als 200 Apps, darunter DeepAI und Liner, berichtete WIRED. Nach dem Bericht erhält Koah üblicherweise den Gesprächsverlauf bis zu dem Punkt, an dem eine Anzeige erscheint. Nic Baird, CEO von Koah Labs, sagte, das Unternehmen anonymisiere Anfragen und speichere sie in de-identifizierter Form. WIRED berichtete über Koahs Angaben und das Gespräch mit Baird.

Koah zufolge werden rund drei Prozent der Anzeigen im eigenen Netzwerk angeklickt. Baird sagte außerdem, teilweise mit KI formulierte Anzeigen erzielten doppelt so viele Klicks wie vollständig von Menschen verfasste Anzeigen. Beides sind Angaben des Unternehmens.

Bei Werbekennzahlen kommt es darauf an, was gezählt wird und womit verglichen wird.

Was Googles und Koahs Zahlen aussagen

Google zufolge sind Suchanfragen in AI Mode durchschnittlich dreimal so lang wie herkömmliche Suchanfragen. Das Unternehmen erklärte zudem, gesponserte und organische Produkteinträge in AI Mode hätten ähnliche Klickraten.

Diese Angaben messen unterschiedliche Dinge: Koahs rund drei Prozent beziehen sich auf angeklickte Anzeigen im eigenen Netzwerk. Googles Vergleich betrifft die Klickrate gesponserter und organischer Produkteinträge innerhalb von AI Mode. Bairds Aussage zu KI-formulierten Anzeigen vergleicht wiederum zwei Arten von Werbetexten. Daraus lässt sich keine Rangliste der Plattformen ableiten.