Am 18. Oktober 2026 beschrieb Sicherheitsforscher Sammy Hajhamid (Pepsipu) ns2jb als softwarebasierten, tethered Jailbreak für die Nintendo Switch 2. Die Kompatibilität mit Firmware 23.0.1 meldete er ebenfalls. Seine Exploit-Kette soll nativen Code mit den üblichen Rechten von Systemmodulen und den Rechten des eingebauten Dateisystemmoduls fs ausführen. Hajhamid zufolge ermöglicht sie Homebrew, Spielmodifikationen, Sicherungskopien von Spielständen, Reverse Engineering und den Zugriff auf die meisten Peripheriegeräte über MMIO. Der Zugriff liegt im Benutzerbereich des Betriebssystems, dem Userland, und reicht nicht bis zum Kernel, dem zentralen Betriebssystemkern.
Welche Schwachstellen ns2jb nutzt
Der Einstiegspunkt der beschriebenen Kette ist SmileBASIC 4 für die ursprüngliche Nintendo Switch. Hajhamid zufolge führte ein 32-Bit-Integerüberlauf bei der Verarbeitung des Entfernens von Array-Einträgen zu Speicherzugriffen zum Lesen und Schreiben. Eine zweite Schwachstelle, ein Pufferüberlauf bei der Pfadnormalisierung im fs-Modul, ermöglichte ihm zufolge beliebige Lese- und Schreibzugriffe innerhalb dieses Moduls.
Was die Mario-Kart-World-Modifikation zeigt
Hajhamid berichtete, dass er Mario Kart World mit eigenen Figuren verändert hat. Das ist ein konkreter Proof of Concept für eine Spielmodifikation. Er beschrieb damit keine allgemeine Modding-Plattform.
Was tethered nach einem Neustart bedeutet
Tethered heißt bei ns2jb, dass der Exploit nach einem vollständigen Neustart erneut aktiviert werden muss. Für die beschriebene Einrichtung nennt Ars Technica außerdem einen macOS- oder Linux-Rechner im selben Netzwerk wie die Konsole, auf dem ein Node.js-Paket läuft.
Codex half bei der Recherche, der Mod entstand an einem Tag
Hajhamid zufolge unterstützte OpenAI Codex die Suche nach dem Integerüberlauf in SmileBASIC. Die Arbeit an der Exploit-Kette dauerte nach seiner Angabe etwa zwei Wochen; die Modifikation von Mario Kart World erstellte er an einem Tag.