Am 20. Oktober 2026 ergänzte Forbes seine am Vortag veröffentlichte Untersuchung um eine Stellungnahme von TikTok: Das Unternehmen erklärte, die vom Magazin identifizierten Werbekonten gesperrt zu haben. Forbes hatte auf einem vom Magazin betriebenen TikTok-Konto in den drei Monaten vor dem 19. Oktober Anzeigen aus mehr als 54 Werbekonten erfasst. Viele davon verwiesen auf private Telegram-Gruppen, in denen laut Forbes Bestellungen und Zahlungen abgewickelt wurden.

Weitere Konten tauchten nach der Anfrage auf

In der Woche nach Forbes’ Anfrage bei TikTok erschienen laut dem Magazin sieben weitere Konten mit Falschgeld-Anzeigen. Nachdem Forbes TikTok darauf angesprochen hatte, löschte das Unternehmen vier Konten. Drei waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch aktiv.

TikTok erklärte Forbes, Anzeigen könnten bis zu 24 Stunden brauchen, um in der Anzeigenbibliothek zu erscheinen. Das Unternehmen verwies laut Forbes außerdem auf EU-Vorgaben, die eine Entfernung rechtswidriger Anzeigen und der Namen ihrer Werbekonten aus der Bibliothek erfordern können.

Was TikToks Werberichtlinie verbietet

TikTok untersagt in seiner Werberichtlinie ausdrücklich Dokumentenfälschung, Urkundenfälschung und Geldfälschung.

Die Route zu Telegram war schon im Juli Thema

Sam Tullens englischsprachige Untersuchung vom 3. Juli 2026 zeigt TikTok-Anzeigen, die Nutzer zu Telegram führten.

Sam Tullen veröffentlichte am 3. Juli 2026 eine englischsprachige Untersuchung, die ebenfalls TikTok-Anzeigen mit Verweisen zu Telegram zeigte. Sie enthielt außerdem ein Interview mit einem anonymen Käufer.