In einer am 6. Oktober 2026 veröffentlichten Untersuchung berichtete TIME, Meta Muse erstelle Profile über Nutzerinnen und Nutzer sowie über Menschen, die in deren Kommunikation auftauchen – auch wenn diese Personen Muse nicht verwenden. Laut Bericht können die Profile Beziehungskontexte, gemeinsame Interessen und Gespräche enthalten.
An die frühere NeoTeo-Berichterstattung über Muse-Kontaktprofile knüpft dieser Bericht an; TIME richtete den Blick auf die Menschen, die in den Unterhaltungen der Nutzer vorkommen.
Was TIME über Kontaktprofile von Muse berichtete
Meta beschreibt Muse als persönlichen KI-Agenten, der sich Informationen merken und damit Aufgaben auf Nutzer zuschneiden kann. TIME berichtete, Muse erstelle darüber hinaus Profile zu Nutzern und Personen aus ihrer Kommunikation, darunter Menschen ohne eigenen Muse-Zugang. Solche Profile sollen laut dem Bericht Beziehungsgeschichte, gemeinsame Interessen, Gespräche und Spannungen umfassen.
Damit betrifft die berichtete Funktion nicht allein die Person, die Muse nutzt: Auch Informationen über deren Umfeld können in den Profilen auftauchen. Meta nennt als Beispiel, dass Muse sich Ernährungsbeschränkungen von Freunden merken könne, um bei der Planung einer Veranstaltung zu helfen.
Was Meta über Erinnerung und Schutzmaßnahmen sagt
Meta sagt, Nutzer könnten selbst auswählen, welche Apps sie mit Muse verbinden und welche Berechtigungen sie vergeben. Sie könnten Dienste wieder trennen, Muse auffordern, bestimmte gelernte Informationen zu vergessen, und der Nutzung ihrer Interaktionen zum Training von Meta-KI-Modellen widersprechen.
Für den Betrieb beschreibe Meta eine eigene Cloud-VM – eine virtuelle Maschine – für jeden Nutzer. Ein separater Agent namens Sentinel müsse Internetaktivitäten freigeben. Vor sensiblen Handlungen, etwa dem Versenden einer E-Mail oder einem Kauf, solle Muse eine Bestätigung einholen. Meta sagt außerdem, Muse könne keine Passwörter oder Zahlungsdaten einsehen und Daten aus der VM würden nicht mit den Werbesystemen des Unternehmens geteilt.
Was eine Aufforderung zum Vergessen bedeutet
Meta beschreibt die Vergessensfunktion als Möglichkeit, Muse gelernte Informationen vergessen zu lassen. TIME berichtete, dass eine solche Aufforderung die ursprüngliche Nachricht möglicherweise nicht aus dem Chat entfernt. Die gespeicherte Erinnerung und die Nachricht, in der eine Information steht, sind damit zwei verschiedene Dinge.