Am 25. September 2026 sprach eine siebenköpfige US-Jury Taction Technology, Inc. im Patentstreit mit Apple Inc. 5.721.961.750 US-Dollar Schadensersatz zu. Sie stellte eine Verletzung von Ansprüchen aus zwei Patenten fest und entschied bei der Frage, ob diese vorsätzlich erfolgte, zugunsten von Apple.
Was die Jury entschied
Das Urteil betrifft die US-Patente 10,659,885 und 10,820,117. Auf dem Urteilsvordruck sind die Ansprüche 17 und 19 des Patents 10,659,885 sowie Anspruch 16 des Patents 10,820,117 aufgeführt. Bei der Frage des Vorsatzes erhielt Apple Recht; die Jury stellte die Patentverletzung also nicht als vorsätzlich fest.
Welche Haptik-Technik im Streit steht
Die Patente betreffen Tastwandler, die tieffrequente Vibrationen erzeugen, die über den Tastsinn wahrnehmbar sind. Der Rechtsstreit richtet sich gegen Apples Taptic Engine und betrifft einige iPhone- und Apple-Watch-Modelle. Apple beschreibt die Taptic Engine als System für haptisches Feedback, das etwa Klicks nachbildet.
Wie der Prozess zum Urteil kam
Taction Technology reichte die Klage 2021 ein. Ein US-Bezirksgericht wies sie 2023 ab. 2025 ließ der U.S. Court of Appeals for the Federal Circuit das Verfahren wieder zu, nachdem er eine nicht schriftlich festgelegte Voraussetzung beanstandet hatte, die den Einsatz von Sachverständigen eingeschränkt hatte.
Apples Reaktion
Apple erklärte, die Taptic Engine unterscheide sich grundlegend von Tactions Technologie. Das Unternehmen bestritt die Höhe des Schadensersatzes und kündigte an, Berufung einzulegen.