Am 29. September 2026 stellte das Virginia Department of Environmental Quality (DEQ) Peanut LLC eine Mitteilung über sieben mutmaßliche Umweltverstöße am Rechenzentrumsstandort Project Peanut in Chesterfield County zu. Project Peanut ist mit Google verbunden. Die Vorwürfe betreffen den Zeitraum von Dezember 2025 bis August 2026 und Sedimenteinträge sowie nicht genehmigte Eingriffe in Bachläufe und Feuchtgebiete.

Was die DEQ Peanut LLC vorwirft

Die Mitteilung beschreibt Sedimentablagerungen und Eingriffe in Gewässer und Feuchtgebiete, die nach den Vorwürfen nicht von der bestehenden Genehmigung gedeckt waren. Die sieben Punkte sind Gegenstand eines anhängigen Durchsetzungsverfahrens.

Bachläufe und Feuchtgebiete: die Schätzwerte

Die DEQ zugeschriebene Schätzung beziffert die betroffene Länge der Bachläufe auf rund 2.359 laufende Meter. Hinzu kommen etwa 3.035 Quadratmeter bewaldete Feuchtgebiete und rund 2.630 Quadratmeter Feuchtgebiete mit aufrecht wachsender Vegetation.

In einzelnen Bachläufen sollen Sedimentablagerungen bis zu 30 Zentimeter erreicht haben. Für Feuchtgebiete wurden Ablagerungen von bis zu 5 Zentimetern angegeben. Das sind jeweils berichtete Höchstwerte.

Googles Erklärung zum Sedimentaustritt

Google führte den Sedimentaustritt auf starke Regenfälle zurück, die die vorhandenen Regenwasserkontrollen am Standort überlastet hätten. Das Unternehmen erklärte, es habe die allgemeinen Bauarbeiten vorübergehend für Aufräum- und Stabilisierungsarbeiten pausiert und die meisten Punkte der Mitteilung bereits bearbeitet. Zudem verstärke Google nach eigenen Angaben den Erosionsschutz für künftige Starkregen.

Das Verfahren ist anhängig

DEQ verwies die Angelegenheit in ein Durchsetzungsverfahren. Als mögliche zivilrechtliche Sanktion wurden 32.500 US-Dollar je Tag und je Verstoß genannt.