Am 9. Oktober 2026 gaben die Aktien von T-Mobile, AT&T und Verizon jeweils mindestens 8 Prozent nach; die SpaceX-Aktie stieg um mehr als 1 Prozent. Einen Tag zuvor hatte Grain Management eine endgültige Vereinbarung angekündigt, nach der SpaceX das landesweite US-Portfolio des Unternehmens bei 800 MHz übernehmen soll. Der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der US-Kommunikationsaufsicht FCC und weiterer üblicher Bedingungen.
Was SpaceX von Grain Management übernehmen soll
Die Vereinbarung umfasst 100 Prozent von Grain Managements Portfolio im 800-MHz-Band. Die Prozentangabe bezieht sich auf den Bestand des Verkäufers. Es geht um Frequenzlizenzen für die USA.
Einem Bericht zufolge umfasst das Portfolio bis zu 14 MHz gepaarter Frequenzen. Grain Management hatte das Portfolio nach eigenen Angaben im August 2026 von T-Mobile übernommen und dafür Geld sowie eigene Frequenzen im 600-MHz-Band eingesetzt.
Die Aktienbewegungen vom 9. Oktober folgten auf die Meldung zum geplanten Kauf. Sie belegen für sich genommen nicht, dass die Vereinbarung allein die Kursveränderungen ausgelöst hat.
Welche Rolle das Spektrum für Starlink Mobile spielen soll
Grain Management bezeichnete die Unterstützung von Starlink Mobile und künftigen Direktverbindungen zwischen Satelliten und Endgeräten als vorgesehenen Zweck des Spektrums. Geplant ist eine Verbindung von Boden- und Weltraumnetzen. Die Vereinbarung beschreibt damit eine beabsichtigte Nutzung der Frequenzen, nicht den Betrieb eines bereits verfügbaren Mobilfunkdienstes.
Der separate EchoStar-Deal von 2025
Die Vereinbarung mit Grain Management ist nicht der frühere SpaceX-Deal mit EchoStar. EchoStar kündigte am 8. September 2025 eine separate Vereinbarung über AWS-4- und H-Block-Lizenzen im Wert von rund 17 Milliarden US-Dollar an. Beim aktuellen Vorhaben geht es dagegen um Grain Managements landesweites Portfolio im 800-MHz-Band.