Laut Nikkei Asia kostete ein 16-Gbit-DDR5-Chip für PCs und Server im August 2026 im Großhandel rund 47,50 US-Dollar, im September rund 50 US-Dollar. Das sind Preise je Chip in großen Abnahmemengen, keine Ladenpreise für fertige RAM-Kits.
| Monat | Großhandelspreis je 16-Gbit-DDR5-Chip | Angegebener Einsatz |
| August 2026 | rund 47,50 US-Dollar | PC und Server |
| September 2026 | rund 50 US-Dollar | PC und Server |
Eine frühere NeoTeo-Einordnung zum DDR5-Preisanstieg behandelte die allgemeine Entwicklung; hier geht es um zwei konkrete Monatswerte für einen bestimmten Chiptyp. Nikkei zufolge wurden DRAM-Großhandelspreise zwischen Herstellern und Abnehmern, darunter Gerätehersteller und Speichermodulproduzenten, monatlich oder vierteljährlich verhandelt.
Der Bericht nennt außerdem einen breiteren Trend: Allgemeine DRAM-Preise lagen im September 2026 demnach ungefähr doppelt so hoch wie Ende 2025. Bis September waren sie neun Monate in Folge gestiegen.
Warum KI-Rechenzentren bei der Speicherzuteilung eine Rolle spielen
Nikkei berichtete, dass Samsung Electronics, SK Hynix und Micron Technology Lieferungen an US-Hyperscaler mit wachsenden Rechenzentren gegenüber Speicherprodukten für den allgemeinen Einsatz priorisierten. Zusammen entfielen laut dem Bericht rund 90 Prozent des DRAM-Markts auf diese drei Anbieter. In KI-Servern kommt unter anderem HBM zum Einsatz: Dieser Speicher besteht aus gestapelten DRAM-Chips.
Was die japanischen PC-Lieferzahlen zeigen
Von April bis September 2026 gingen die PC-Lieferungen in Japan im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 Prozent zurück. Nikkei führte den Wert auf eine Erhebung der Japan Electronics and Information Technology Industries Association (JEITA) zurück.
Wie Einkäufer und PC-Hersteller den Druck beschreiben
Eine nicht namentlich genannte Führungskraft eines japanischen Elektronikhandelshauses sagte, Käufer riskierten ihre Versorgung, wenn sie die von DRAM-Herstellern verlangten Preise zurückwiesen. Eine Führungskraft eines anderen Handelshauses berichtete, dass selbst bestehende Kunden schwer zu beliefern seien und neue Kunden abgewiesen würden.
Ein ebenfalls nicht namentlich genannter Vertreter eines PC-Herstellers erwartete laut Nikkei, dass der DRAM-Markt auch 2027 für Käufer schwierig bleiben werde.