Am 19. Oktober 2026 erklärte WebKit, dass Safari und WebKit in iOS 27, iPadOS 27, macOS 27 und visionOS 27 den Netzwerkzugriff auf Identitätsauflösungs-Infrastruktur auf Domain-Ebene blockieren. Gemeint sind Drittanbieter-Dienste, die Kennungen wie E-Mail-Adressen in dauerhafte Tracking-IDs umwandeln und damit Aktivitäten über Websites oder Geräte hinweg verknüpfen.
Wie Identitätsauflösung funktioniert
Bei einer Anmeldung oder Newsletter-Registrierung kann eine Website eine E-Mail-Adresse an einen zentralen Drittanbieter-Dienst übermitteln. Dieser erstellt daraus eine dauerhafte Kennung und gibt sie an die Website zurück. So können Aktivitäten über verschiedene Seiten hinweg zugeordnet werden. Laut WebKit entfernt das Abmelden von einer Website weder die Tracking-ID noch die beim Drittanbieter gespeicherte E-Mail-Adresse.
Die von WebKit beschriebene Sperre setzt bei der Netzwerkadresse der Identitätsauflösungs-Infrastruktur an. Eine bloße Änderung des Aufbaus einer Netzwerkanfrage reicht laut WebKit nicht aus, um sie zu umgehen.
Diese Apple-Systeme nennt WebKit
WebKit führt iOS 27, iPadOS 27, macOS 27 und visionOS 27 auf. Die Beschreibung umfasst damit iPhones und iPads ebenso wie Macs und Geräte mit visionOS.
Website-Personalisierung bleibt außerhalb des erklärten Ziels
WebKit sagt, Personalisierung durch eine Website selbst sei nicht das Ziel seiner Tracking-Schutztechnologien. Davon unterscheidet das Unternehmen zentrale Drittanbieter-Resolver: Sie können Daten über Websites, Geräte und beteiligte Parteien hinweg abgleichen, auch wenn die Identitätsdaten eines einzelnen Website-Betreibers auf dessen eigene Nutzer beschränkt sind.
Die beschriebene Maßnahme richtet sich damit gegen den Netzwerkzugriff auf diese Drittanbieter-Infrastruktur. WebKit beschreibt kein pauschales Verbot von Onlinewerbung oder sämtlicher Personalisierung.
Über einen ersten Rollout Anfang Oktober 2026 berichtete Business Insider, Domains von The Trade Desk, LiveRamp, ID5, Permutive und Audigent seien blockiert worden. In demselben Bericht hieß es, Apple habe einige Tage später die Werbeauslieferungs-Domain von The Trade Desk wiederhergestellt, während Unified ID 2.0 weiterhin blockiert gewesen sei.
Welche möglichen Nebenwirkungen WebKit allgemein aufführt
WebKits allgemeine Richtlinie zum Tracking-Schutz nennt mögliche unbeabsichtigte Folgen für Werbefinanzierung und Anzeigenmessung, föderierte Anmeldung, Betrugsprävention und Bot-Erkennung. Die Richtlinie führt diese Punkte als mögliche Auswirkungen von Tracking-Schutzmaßnahmen allgemein auf, nicht als nachgewiesene Folgen der Identitätsauflösungs-Sperre.