Ein VPN leitet deine Verbindung über einen VPN-Server und kann so die öffentliche IP-Adresse deines Anschlusses vor ChatGPT oder Claude verbergen. Deine Eingaben und hochgeladenen Dateien bleiben für den KI-Dienst sichtbar, der sie verarbeitet. Mark Gill beschreibt diese Grenze in seinem Beitrag für TechRadar.
Das ist wichtig, weil Verbindungsdaten und Gesprächsinhalte zwei verschiedene Dinge sind: Ein VPN kann beeinflussen, was dein Internetanbieter über die aufgerufenen Dienste erkennt. Es macht deine Unterhaltung aber nicht vor dem KI-Anbieter vertraulich.
Was HTTPS und ein VPN jeweils ändern
HTTPS verschlüsselt den Inhalt einer Unterhaltung auf dem Weg zwischen deinem Gerät und dem Dienst. Proton zufolge kann dein Internetanbieter trotzdem erkennen, dass du etwa mit ChatGPT verbunden bist. Ein VPN leitet die Verbindung stattdessen zunächst zu seinem Server; für das lokale Netzwerk ist dann die Verbindung zu diesem VPN-Endpunkt sichtbar. Proton erklärt den Unterschied zwischen HTTPS-Schutz und VPN-Route.
Ohne VPN kann ChatGPT die öffentliche IP-Adresse deines Anschlusses erhalten. Mit VPN sieht der Dienst stattdessen die IP-Adresse des VPN-Servers. In beiden Fällen empfängt der KI-Dienst die Inhalte, die du für eine Antwort übermittelst. Mark Gill erläutert bei TechRadar, welche Angaben ein VPN gegenüber ChatGPT und Claude verändert – und welche nicht.
| Beobachter | Ohne VPN | Mit VPN |
| Internetanbieter oder lokales Netzwerk | Kann möglicherweise erkennen, mit welchem Dienst du verbunden bist. HTTPS schützt den Gesprächsinhalt auf der Übertragung. | Sieht die Verbindung zum VPN-Server; die Verbindung zum KI-Dienst läuft durch den VPN-Tunnel. |
| VPN-Anbieter | Ist nicht Teil des Verbindungswegs. | Sein Server wird zur Zwischenstation, bevor der Datenverkehr den KI-Dienst erreicht. |
| KI-Dienst wie ChatGPT oder Claude | Erhält die öffentliche IP-Adresse deines Anschlusses sowie deine Eingaben und Uploads. | Erhält die IP-Adresse des VPN-Servers sowie weiterhin deine Eingaben und Uploads. |
Der VPN-Anbieter wird zur Zwischenstation
Wenn du ein VPN nutzt, verläuft dein Datenverkehr über den VPN-Server, bevor er den KI-Dienst erreicht. Damit wird der VPN-Anbieter zu einem zusätzlichen Beteiligten im Netzwerkweg. Das ist ein Wechsel der Route und des sichtbaren Verbindungspunkts – keine Garantie, dass weniger persönliche Inhalte beim KI-Dienst ankommen. Die beschriebenen Netzwege belegen für sich genommen nicht, wie ein bestimmter VPN-Anbieter mit Daten umgeht. Proton und Mark Gill bei TechRadar beschreiben die Verbindung über den VPN-Server.
Weniger persönliche Angaben helfen an anderer Stelle
Wenn du begrenzen willst, welche persönlichen Informationen ChatGPT erhält, ist entscheidend, was du in deine Eingabe schreibst. Die OpenAI Academy empfiehlt, nur die Angaben zu teilen, die für eine Antwort nötig sind. Ihr Tutorial veranschaulicht das mit einer Frage zu einer Versorgerrechnung, bei der persönliche Kennzeichen weggelassen werden.