Genau wie beim unerschöpflichen Commodore 64 braucht die Amiga-Familie keine Vorstellung. Ihrer Zeit voraus (besonders wenn wir über Multimedia-Bearbeitung sprechen), regten diese Computer die Entwicklung einer großen Anzahl von Mods für die Originalhardware an, riesige Benutzergemeinschaften und natürlich Emulatoren. Einer davon ist WinFellow, das gerade nach vier Jahren ein neues Update erhalten hat.
Ich gebe zu, dass ich kein „Kind“ der Amiga-Generation war. Mein Übergang führte mich direkt von einem Commodore 64 zum 286 (mit Hercules-Monitor, ein echter Schock angesichts des Farbverlusts), gemäß der Empfehlung, „dem Dinosaurier auszuweichen“, die mir ein Verkäufer gab. Ich nehme an, die Zeit gab ihm recht: Commodore International gab im Mai 1994 auf, und der Amiga-4000T-Turm war der letzte dieser Familie, aber das „Was wäre gewesen, wenn…“ im Hintergrund verschwand nie ganz.
Natürlich ist es eine Herausforderung, einen Commodore Amiga in gutem Zustand zu bekommen, und die Alternative Nummer eins zum Würfeln mit seltsamer Hardware ist die Emulation. Das erste Beispiel, das mir in den Sinn kommt, ist UAE (heute besser bekannt als WinUAE), mit fast drei Jahrzehnten Entwicklung. Das zweite ist WinFellow, das nach einer vierjährigen Pause die Version 0.5.9 erreicht hat.
So emulieren Sie einen Amiga-Computer mit WinFellow
Eines der ersten Details, die man über die Amiga-Emulation verstehen muss, ist, dass sie nicht gerade ein direkter Weg ist. Der wichtigste Schritt ist, eine Kopie von Kickstart zu finden, der offiziellen Firmware, die die Komponenten des Computers initialisiert und den Bootvorgang vorantreibt. Mit anderen Worten: Ohne Kickstart gibt es kein Amiga, und da es sich um proprietären Code handelt, müssen Sie auf Ihre Kreativität vertrauen, um ihn zu bekommen. Eines ist sicher: Fast alle Empfehlungen deuten auf Kickstart 1.3 als Ausgangspunkt hin, da es die beste Kompatibilität mit Spielen garantiert.
Sobald die Kickstart-Firmware und die Hardware-Parameter konfiguriert sind, müssen wir bestätigen, dass Maus und Tastatur beide Ports im Abschnitt „Gameport“ belegen, und schließlich die Disk-Images laden, die wir ausführen möchten. Die Taste F12 lenkt die Tastatur- und Mausbefehle auf den Emulator, während F11 uns zurück zum Konfigurationsmenü bringt. Das Wechseln virtueller Disketten ist einfacher als es scheint: Die Optionen DF1, DF2 und DF3 dienen für sekundäre Images (z.B. die Disketten 2, 3 und 4 eines Spiels), aber mit einem Klick auf die Schaltfläche „Into DF0“ werden sie an das Hauptlaufwerk DF0 „gesendet“.
Zusammenfassend ist WinFellow vielleicht nicht der intuitivste Amiga-Emulator, aber sobald wir einige Konfigurationsdetails gelöst haben, ist seine Leistung ausgezeichnet. Probieren Sie es aus!
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