Xint zufolge hat OpenAI am 23. Oktober 2026 serverseitig einen Fix für eine Compaction-Schwachstelle eingespielt. In einer am 26. Oktober veröffentlichten Analyse beschreibt die Sicherheitsfirma, wie sich Reasoning-Inhalte aus einem eigenen Aufruf von gpt-5.6-sol über Compaction in einen kompakten Eintrag übertragen ließen, den gpt-4.1 und gpt-4o als normalen Text wiedergaben.
So nutzte Xint Compaction
Compaction, also Kontextverdichtung, verkleinert den Kontext und bewahrt dabei den Zustand, der für spätere API-Aufrufe gebraucht wird. OpenAI beschreibt das Ergebnis in seiner API-Dokumentation zur Compaction als verschlüsselten, undurchsichtigen Eintrag, der nicht für Menschen lesbar gedacht ist.
Nach Darstellung von Xint erzeugte gpt-5.6-sol die Herleitung. Compaction übernahm sie in einen verschlüsselten Eintrag, den Xint anschließend an gpt-4.1 und gpt-4o weitergab. Beide Modelle gaben den darin enthaltenen Text wieder.
Was die Zahlen und Wiederholungen zeigen
In einem von Xint beschriebenen Beispiel umfasste das Reasoning-Element 405 Token, der Compaction-Eintrag 612 Token und jede der beiden Echo-Ausgaben 609 Token. Diese Werte stammen aus einem einzelnen Testlauf.
Xint zufolge bestätigten Wiederholungen mit zwei Modellen den Echo-Schritt. Die Firma hatte jedoch keinen Klartext der ursprünglichen Herleitung zum Abgleich. Deshalb belegt die wiederholte Ausgabe nicht, dass der Text wortgetreu dem ursprünglichen Reasoning entsprach; Compaction kann Inhalte umformuliert haben.
Die Grenzen des Tests
Xint verwendete eigene Mathe- und Algorithmusaufgaben und testete gpt-5.6-sol für Reasoning und Compaction. Nach Angaben der Firma funktionierte die Methode in allen von ihr ausprobierten Reasoning-Aufwandsstufen von minimal bis max. Der Test bezog sich auf eigene Prompts; Xint beanspruchte keinen Zugriff auf das Reasoning anderer Nutzer.