AMD hat seine Ryzen AI Developer Platform mit dem als September-Ausgabe bezeichneten Update auf Debian 13 (Trixie), Linux 7.2.7 und ROCm 10.0 aktualisiert. Die Systemabbild-Datei enthält Aktualisierungen mit Stand vom 1. Oktober 2026. Außerdem führt AMD Developer Center 1.4.0, BIOS 4.00 und mehrere aktualisierte Entwicklerwerkzeuge auf.

AMD aktualisiert die Ryzen AI Developer Platform

Das Systemabbild basiert auf Debian 13, Version 13.7, ergänzt um weitere Aktualisierungen. AMD nennt für den Kernel Linux 7.2.7+rex-amd64; in der Stack-Übersicht steht die Paketversion 7.2.7-1+rex1. Zu den zentralen Änderungen zählt auch ROCm 10.0, AMDs Softwareplattform für Rechen- und KI-Workloads.

Linux- und ROCm-Versionen im Vergleich

Der Kernel wechselt von Linux 6.18 LTS auf Linux 7.2.7. Bei ROCm führt das Update von Version 7.14 auf 10.0.

KomponenteBisherige VersionVersion im September-Release
Linux-KernelLinux 6.18 LTSLinux 7.2.7
ROCm7.1410.0

AMD beschreibt für ROCm 10.0 unter anderem erweiterte Framework-Unterstützung, neue HIP-APIs und Änderungen an Werkzeugen zur KI-Profilierung. Die Versionshinweise nennen auch Aktualisierungen für Mathematik-, Sparse- und Kommunikationsbibliotheken.

Developer Center bündelt Sicherheitsupdates

Developer Center 1.4.0 ergänzt im Reiter „Manage“ einen Bereich für Sicherheitsupdates, sobald solche Aktualisierungen bereitstehen. AMD zufolge sucht die Anwendung einmal pro Woche automatisch danach. Sicherheitsupdates werden nach fünf Tagen automatisch angewendet und erfordern einen Neustart; Nutzer können die Aktualisierung auch manuell starten.

Softwareänderungen und Fehlerbehebungen

Zu den aktualisierten Anwendungen gehören ComfyUI 0.34.2, llama.cpp 0.2.0+dfsg1-1+rex2, PyTorch 2.13.0+dfsg-0+rex2, vLLM 0.27.1 und Lemonade 11.8.1-1+rex1. Lemonade erhält außerdem experimentelle Backends: TheNoise für ROCm-Bildgenerierung und ds4 (DwarfStar).

AMD nennt für vLLM unter anderem Verbesserungen bei der ROCm- und Triton-Unterstützung für gfx1151. Eine Änderung am Model Runner V2 soll die Auslastung der Host-CPU und die Bus-Konkurrenz verringern; für Multi-Device-Tensor-Parallelismus auf Strix-Halo-Systemen nennt AMD zudem eine verbesserte Kommunikation zwischen Knoten.

Auch die Energieverwaltung erhält neue Vorgaben: Der Bildschirm wird standardmäßig nach fünf Minuten dunkel, der System-Standby setzt nach 15 Minuten ein. Eine Funktion zum Verhindern des Standbys ist über Developer Center verfügbar und standardmäßig aktiviert. In der Fehlerliste stehen Korrekturen für zufällige DMA-Datenkorruption, Probleme mit dGPUs in eGPU-Gehäusen, die Behandlung überbelegter GPUs und die automatische Entfernung von Paketen während einer Aktualisierung. AMD führt außerdem Sicherheitskorrekturen für Kernel, libdrm, GNOME Display Manager und Developer Center auf.