AMD plant für 2027 mit einem zweistelligen prozentualen Rückgang der PC-Markt-Auslieferungen. CEO Lisa Su nannte diese Annahme am 3. November 2026 bei AMDs Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des dritten Quartals. Es ist eine Planungsannahme des Unternehmens, keine bereits eingetretene Entwicklung. Das Transkript der Telefonkonferenz hält Su’s Aussage fest.

AMDs Prognose betrifft die PC-Stückzahlen am Markt. Der eigene Umsatzausblick des Unternehmens ist eine andere Kennzahl.

Höhere Komponentenpreise belasteten den Abverkauf

Englischsprachige Einordnung von PFT Crayon zu KI-Speicher und PC-RAM

Su sagte, höhere Speicher- und Komponentenpreise hätten den PC-Abverkauf gegen Ende des dritten Quartals 2026 gebremst. AMD wolle deshalb seine Lieferungen an Computerhersteller und Distributoren am Abverkauf ausrichten. So sollen die Lagerbestände bei Kunden und Vertriebspartnern gesund bleiben.

Beim Abverkauf (sell-through) geht es um PCs, die an Endkunden verkauft werden. Sell-in bezeichnet hier AMDs Verkäufe an Hersteller und Distributoren. AMD will also seine Lieferungen an die Nachfrage anpassen, die sich im Handel zeigt.

Der englischsprachige Beitrag von PFT Crayon ordnet ein, wie die Nachfrage nach HBM, einem Speicher für KI-Beschleuniger, Fertigungskapazität binden und damit den Markt für herkömmlichen PC-Speicher beeinflussen kann.

AMDs eigener Umsatzausblick betrifft eine andere Kennzahl

AMD erwartet für 2027 ein Wachstum des eigenen Umsatzes von mehr als 80 Prozent. Der Rechenzentrumsbereich soll dann mehr als 80 Prozent des AMD-Umsatzes ausmachen. Diese Unternehmensprognosen beziehen sich auf AMDs Geschäft und Umsatzmix, nicht auf die Zahl der ausgelieferten PCs.