Die nächste Version von Android hat vielleicht einen klassischen Süßigkeiten-Namen gewählt, aber das ist nicht die einzige Änderung, die man sehen kann. Android 7.0 hat gerade seine letzte öffentliche Vorschau vor dem offiziellen Release auf kompatiblen Geräten erreicht. Wer sie jetzt installiert, findet Funktionen wie den „Quellenbericht“ für Apps, neue Sicherheitsbeschränkungen, bemerkt aber auch letzte Auslassungen und sogar ein „Osterei“, das mit Katzen zu tun hat…

Android Nougat: Die letzte Vorschau vor dem offiziellen Release
Nougat

Die letzte öffentliche Vorschau von Android 7.0 Nougat ist jetzt verfügbar. Sogar mehrere Mitglieder des offiziellen Projekts haben an einem „Ask Me Anything“ auf Reddit teilgenommen. Diese Art von „Hand-zu-Hand-Interviews“ mit den Nutzern bringt ein gewisses Risiko mit sich. Nicht alle sind glücklich über den Weg, den Google für Android gewählt hat, und das gilt sowohl für Nutzer als auch für Entwickler. Der Frage-und-Antwort-Austausch berührte sehr heikle Themen, angefangen bei der offensichtlichen mangelnden Aufmerksamkeit im öffentlichen Bug-Tracker (es gibt Bugs, die seit einem Jahr ungelöst sind), der Möglichkeit, die Entwicklung von Android auf eine andere Sprache zu verlagern (es gibt keine Pläne), der Einmischung der OEMs in das Betriebssystem, der Bestätigung, dass das Nexus 9-Tablet keinen Vulkan-Support erhalten wird, und vielem mehr. Wenn man einigermaßen Englisch kann, lohnt es sich definitiv, einen Blick darauf zu werfen.

Android Nougat: Die letzte Vorschau vor dem offiziellen Release
Die Pioniere mit kompatiblen Nexus-Geräten sollten das Update bereits erhalten.

Neue Funktionen und Verbesserungen

Dennoch wäre es Zeitverschwendung, sich nur auf das Negative zu konzentrieren. Android Nougat hat drei sehr wichtige Elemente an der Spitze seiner Liste: einen Split-Screen-Modus, um den Platz zwischen zwei Apps aufzuteilen, einen experimentellen Multi-Window-Modus (etwas, das wir schon lange gefordert haben) und eine Erweiterung der Funktion „Doze“ mit dem Ziel, Akku zu sparen. Der Energieverbrauch ist historisch gesehen einer der schwächsten Punkte von Android, und mit diesen zusätzlichen Verstärkungen von Doze sollte jede Regression vermieden werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Vorschau die Installationsquelle für eine App meldet und hervorhebt, ob sie aus dem offiziellen Store heruntergeladen oder manuell per Side-Load des APK eingeführt wurde.

Sicherheit: Schutz vor Manipulation

Auf der Sicherheitsseite ist das Auffälligste, dass Android Nougat die Möglichkeit bieten wird, den Start eines Geräts zu blockieren, wenn es feststellt, dass die Systemdateien in irgendeiner Weise verändert wurden. Aus einer gewissen Perspektive erinnert uns das an den „Secure Boot“ von Windows, und obwohl etwas Ähnliches bereits seit KitKat existiert, ist es jetzt viel robuster. Natürlich wird es von einem Fehlerkorrektursystem begleitet, obwohl alles vom Zustand des Bootloaders abhängt. Die offiziellen Google-Geräte stellen beim Freigeben des Bootloaders nicht viele Hürden auf, aber es bleibt abzuwarten, wie sich das bei den OEMs entwickelt. Etwas, das definitiv bei diesem Build auf der Strecke blieb, ist der sogenannte „Nachtmodus“ (den zum Beispiel iOS 9.3 mit seinem „Night Shift“ schon hat), und zum Schluss hat Nougat ein „Osterei“, das tief zwischen seinen Optionen vergraben ist. Die detaillierten Anleitungen finden Sie hier.

Offizielle Ankündigung: