Die am 16. Oktober 2026 veröffentlichten Tests des ASUS ProArt P16 H7607 mit NVIDIA RTX Spark zeigen: Das Notebook bewältigte lokale KI- und Kreativaufgaben, doch die Ergebnisse hängen stark von Modell, Arbeitslast und Software ab. Besonders die ARM-Kompatibilität gehört zur praktischen Rechnung. Die Messwerte stammen von HardZone, El Chapuzas Informático und Geeknetic – nicht aus einem eigenen NeoTeo-Test.
Zwei getestete Konfigurationen
Die drei Tests untersuchten nicht dieselbe Ausstattung. HardZone arbeitete mit einem H7607 mit 64 GB Arbeitsspeicher und 1 TB SSD; El Chapuzas Informático und Geeknetic testeten jeweils eine Konfiguration mit 128 GB und 2 TB. Die getesteten Geräte kombinieren einen 20-Kern-Prozessor Grace ARM mit einer integrierten Blackwell-GPU, die mit 6.144 CUDA-Kernen angegeben wird. Der LPDDR5X-Arbeitsspeicher ist gemeinsam nutzbar; HardZone zufolge ist der Speicher in der eigenen 64-GB-Konfiguration verlötet. (HardZone, El Chapuzas Informático, Geeknetic
Die Tests beschreiben ein 16-Zoll-OLED-Touchdisplay mit 120 Hz. Das ProArt P16 wiegt laut den Testberichten 1,77 kg; die Akkukapazität beträgt 99,9 Wh.
Lokale KI: Modell und Testaufbau zählen
Im Ollama-Test von HardZone erzeugte die 64-GB-Konfiguration Qwen3 32B im NVFP4-Format mit einem Median von rund 13,9 Tokens pro Sekunde. Der Test nutzte eine Eingabe mit 43 Tokens und begrenzte die Ausgabe auf 256 Tokens. Bei einer eingestellten Kontextgröße von 4.096 beziehungsweise 32.768 Tokens lagen die gemessenen Raten bei 13,8887 und 13,9047 Tokens pro Sekunde. Die große Kontexteinstellung bedeutete dabei nicht, dass der Testprompt selbst 32.768 Tokens lang war.
Ein separater llama-bench-Test mit Qwen3 8B NVFP4 ergab ein anderes Bild: Bei 4.096 Tokens Kontext erreichte HardZone 44,4473 Tokens pro Sekunde, bei 32.768 Tokens 26,1271 Tokens pro Sekunde. Für diesen Durchlauf waren 20 Threads, 128 generierte Tokens und ein f16-K/V-Cache eingestellt.
| Eingestellter Kontext | Generierung | Modell und Format | Testbedingungen |
| 4.096 Tokens | 44,4473 Tokens/s | Qwen3 8B NVFP4 | llama-bench, 20 Threads, 128 Ausgabetokens, f16-K/V-Cache |
| 32.768 Tokens | 26,1271 Tokens/s | Qwen3 8B NVFP4 | llama-bench, 20 Threads, 128 Ausgabetokens, f16-K/V-Cache |
Bei der Bildgenerierung brauchte Flux2 Dev NVFP4 in HardZones jüngstem Fünf-Durchläufe-Test im Median 41,4219 Sekunden für ein Bild mit 1.024 × 1.024 Pixeln und 20 Schritten. Ein früherer Durchlauf desselben Tests lag bei 111,1935 Sekunden. Für Klein 4B NVFP4 maß HardZone in einem separaten Ablauf mit CFG 5 im Median 14,5828 Sekunden.
Photoshop und Spiele: konkrete Ergebnisse statt Pauschalurteil
HardZone ermittelte mit Photoshop 27.11 ARM und PugetBench 1.0.7 im Standardprofil 12.314 Punkte. Das ist ein Ergebnis des Gesamtsystems, kein isolierter GPU-Wert.
Auch die Spielewerte gelten jeweils für die getesteten Einstellungen. Bei 2.880 × 1.800 Pixeln erreichte Control Resonant mit hoher Grafikqualität, Raytracing, DLSS im Leistungsmodus und Frame Generation rund 60 Bilder pro Sekunde. Im Akkubetrieb waren es mit demselben Profil etwa 50 Bilder pro Sekunde. Cyberpunk 2077 lief am Netzteil mit rund 49 Bildern pro Sekunde bei Ultra-Einstellungen ohne Raytracing; im mittleren Raytracing-Profil waren es etwa 32 Bilder pro Sekunde.
Akkulaufzeit, Wärme und Lüfter
Die Akkutests deckten unterschiedliche Nutzungsszenarien ab. HardZone spielte sechs Stunden lang YouTube-Videos in 4K ab; danach zeigte der Akku noch 50 Prozent. Die daraus abgeleiteten rund zwölf Stunden Gesamtlaufzeit waren eine Hochrechnung. Beim Spielen von Cyberpunk 2077 mit hohem Raytracing-Profil und Frame Generation hielt der Akku laut HardZone rund eine Stunde und 20 Minuten.
Geeknetic maß im Bürobetrieb bei maximaler Helligkeit und ausgewogenem Energiemodus 6 Stunden und 43 Minuten. Bei geringerer Helligkeit und sparsameren Einstellungen waren es knapp neun Stunden. El Chapuzas Informático nennt 4,5 Stunden für Onlinevideos oder leichte Aufgaben. Diese Ergebnisse beschreiben jeweils andere Bedingungen und lassen sich nicht zu einer einheitlichen Laufzeitangabe zusammenziehen.
Auch die Temperaturwerte stammen aus unterschiedlichen Belastungstests. El Chapuzas Informático maß ungefähr 70 °C an der CPU und 75 °C an der GPU; bei maximaler Leistung waren die Lüfter hörbar. Geeknetic ermittelte bei kombinierter CPU- und GPU-Last eine Chiptemperatur von höchstens 83,1 °C. Nach 25 Minuten Belastung lag die Temperatur in der Tastaturmitte bei 45,6 °C. Geeknetic berichtet außerdem von deutlich hörbaren Lüftern unter Last und gelegentlichem Spulenfiepen.
ARM-Kompatibilität im eigenen Softwaremix prüfen
Die Tests zeigen, dass ARM-Kompatibilität einzelne Programme, Treiber und Messwerkzeuge betreffen kann. HardZone erhielt mit GPU-Z kein gültiges Ergebnis; beim Laden des Treibers kam es auf dem Testgerät zu einem Bluescreen. AIDA64 lief dort über die Prism-Emulation, weshalb HardZone die Messwerte entsprechend einordnete.
Geeknetic konnte F1 24, SPECviewperf2020, Procyon CPU/GPU WinML und Geekbench AI GPU DirectML in seinem Testlauf nicht ausführen. Wer bestimmte Kreativprogramme, Plug-ins oder Spiele benötigt, sollte daher gezielt prüfen, ob genau diese Anwendungen mit der ARM-Version von Windows und der jeweiligen Softwareumgebung funktionieren.