Für 2027 rechnet die ESA mit neun bis zehn Ariane-6-Starts, heißt es in einem Bericht von Actualidad Aeroespacial vom 23. Oktober 2026. Die Publikation schrieb die Prognose Äußerungen von ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher nach der Ratssitzung in Paris am 21. und 22. Oktober zu.

JahrPrognostizierte Ariane-6-Starts
20266
20279–10

Warum die Boosterzahl den Starttakt beeinflusst

Als Grenze für eine höhere Startkadenz nennt der Bericht die Verfügbarkeit der Booster. Ariane 64 nutzt vier Booster, Ariane 62 zwei. Für 2027 soll der größte Teil der geplanten Flüge mit Ariane 64 stattfinden. Diese Konfiguration benötigt damit doppelt so viele Booster pro Flug wie Ariane 62.

Der Flug VA269 mit P160C-Boostern

Am 17. Juni 2026 flog Ariane 6 mit der Mission VA269 und vier Boostern auf P160C-Basis. Nach Angaben der ESA brachte die Rakete dabei 36 Satelliten von Amazon Leo in den Orbit. Die ESA erklärte, P160C-Booster könnten die Leistung von Ariane 6 um bis zu 15 Prozent steigern, entsprechend zwei Tonnen zusätzlicher Nutzlast für einen niedrigen Erdorbit.

Wann eine zweite Startrampe nötig werden könnte

Bei einer Kadenz von rund 15 Starts pro Jahr könnte eine zweite Startrampe erforderlich werden. Laut Actualidad Aeroespacial rechnet die ESA damit frühestens für 2031 oder 2032.