Tom’s Hardware berichtete am 21. Oktober 2026, IRGC-Sprecher Hossein Mohebbi habe Unterseekabel in der Straße von Hormus als mögliche Ziele eines künftigen Konflikts bezeichnet. Dem Bericht zufolge fiel die Äußerung bei einer Veranstaltung in derselben Woche. IRGC-Politikvertreter Yadollah Javani habe für den Fall eines Angriffs auf iranische Infrastruktur eine Gegenreaktion gegen Kabel angedroht.

Sieben große Kabel und fünf aktive Kabelsystem-Abschnitte

Mohebbi sprach dem Bericht zufolge von sieben „großen Kabeln“ unter der Meerenge. Der Internationale Kabelschutz-Ausschuss (ICPC) zählte in einem am 20. Mai 2026 aktualisierten FAQ fünf aktive Abschnitte von Kabelsystemen, die die Straße von Hormus durchqueren. Die Angaben verwenden unterschiedliche Begriffe: Mohebbi sprach von großen Kabeln, der ICPC zählt aktive Kabelsystem-Abschnitte.

Laut ICPC verlaufen weniger als 1 Prozent der weltweiten internationalen Bandbreite durch die Meerenge. Datenverkehr kann über alternative Unterseekabel und Landverbindungen umgeleitet werden; das Komitee stuft das Risiko als regional ein. Der Korridor verbindet die Golfstaaten mit den internationalen Netzen.

Welche Rolle Iran in der regionalen Verbindung spielt

Nach Angaben des ICPC landen zwei Unterseekabel in Iran. Das Land ist damit selbst an die regionale Kabelinfrastruktur angeschlossen.