Ein am 26. September 2026 veröffentlichter Bericht zufolge nutzte OpenAI digitalisierte historische Bestände der Bodleian Libraries, um seinen Trainingsdatenbestand zu ergänzen. Der Bericht stützt die Darstellung auf interne Dokumente der University of Oxford und nennt 125.000 Bilder historischer Dissertationen, die bis Juni 2025 mit OpenAI geteilt worden seien.

Was Oxford 2025 ankündigte

Das Video zeigt die 2025 angekündigte Digitalisierung: Mitarbeitende scannen historische Bände; der Pilot sollte 3.500 Dissertationen aus den Jahren 1498 bis 1884 erfassen.

Am 4. März 2025 kündigte die University of Oxford eine fünfjährige Zusammenarbeit mit OpenAI an. Ein Pilot sollte gemeinfreie Bestände der Bodleian Libraries digitalisieren und für Studierende und Forschende weltweit besser durchsuchbar und zugänglich machen. Zum angekündigten Umfang gehörten 3.500 Dissertationen aus verschiedenen Fachgebieten, datiert von 1498 bis 1884.

Die Ankündigung stellte Digitalisierung und Zugang in den Mittelpunkt. Der spätere Bericht beschreibt zusätzlich die Nutzung digitalisierter Bodleian-Bestände für OpenAIs Trainingsdaten.

Welche Bestände genannt werden

Der Bericht beziffert die mit OpenAI geteilten Scans historischer Dissertationen auf 125.000 Bilder bis Juni 2025. Außerdem nennt er 10.000 digitalisierte Flugblattballaden aus dem 16. Jahrhundert. Die Zahlen beziehen sich auf Bilder beziehungsweise Balladen; Oxford hatte für den angekündigten Pilot die Zahl der Dissertationen angegeben.

Oxfords Darstellung und die Bedenken von Mitarbeitenden

Oxford erklärte laut dem Bericht, das digitalisierte Material sei überschaubar, gemeinfrei und werde von OpenAI nicht exklusiv genutzt. Die Bodleian Libraries behielten demnach das Recht, die Scans selbst zugänglich zu machen. Mitarbeitende hätten außerdem Bedenken zu möglichen Reputationsfolgen und zu den Auswirkungen des energieintensiven KI-Einsatzes auf die Umweltziele der Universität geäußert.

Oxford erklärte ebenfalls, die Bibliothek werde die Digitalisate in den darauffolgenden Monaten offen im Internet veröffentlichen. Die Universität stellte den Zugang zu bislang schwer erreichbaren Beständen als Ziel des Projekts dar.