Ein Bericht vom 1. Oktober 2026 zufolge hinterfragen Kreditgeber, ob GPUs als langfristige Kreditsicherheit genug Restwert behalten und ausreichend Einnahmen erzielen können. Einige verlangten demnach stärkere Garantien. Bei NVIDIAs KI-Infrastruktur-Finanzierung steht damit die Frage im Mittelpunkt, wie sich der Wert der Rechenanlagen und die erwarteten Zahlungen der Kunden absichern lassen.

Warum Kreditgeber auf den Finanzierungsplan schauen

Bei einem Kredit mit Sicherheiten kann der Geldgeber Anlagen verwerten, falls Zahlungen ausbleiben. Entscheidend ist deshalb nicht allein, wie leistungsfähig eine GPU heute ist: Ihr erwarteter Restwert und die Einnahmen, die mit ihr erzielt werden können, beeinflussen ebenfalls die Kreditentscheidung. Auch vertraglich zugesagte Kundenzahlungen können für die Einschätzung wichtig sein.

NVIDIA erklärte, ihre Rechenleistung sei langlebig und zwischen Kunden und Betreibern übertragbar. Die Finanzierungspartner bewerteten einzelne Möglichkeiten eigenständig anhand von Kundenverpflichtungen, erwarteten Zahlungsströmen und Restwerten.

Was NVIDIA mit den Finanzierungspartnern angekündigt hat

Am 10. August 2026 gab NVIDIA Absichtserklärungen mit Apollo, BlackRock, Blackstone, Brookfield, Goldman Sachs und KKR bekannt. Die sechs Partner sollten unabhängige Plattformen zur Finanzierung von KI-Recheninfrastruktur aufbauen. NVIDIA nannte als Ziel, über die Zeit mehr als 500 Milliarden US-Dollar an Drittmitteln für den Ausbau der Infrastruktur zu mobilisieren.

Bei der Ankündigung erklärte NVIDIA, die Partnerschaften stünden noch unter dem Vorbehalt endgültiger Vereinbarungen. Die Plattformen sollten eigene Kapitalpools für Kunden wie KI-Labore, Unternehmen und Cloud-Anbieter für KI bereitstellen.

Warum unterschiedliche Laufzeitangaben nicht dasselbe messen

NVIDIA argumentiert, dass besonders leistungsfähige GPUs bis zu zehn Jahre lang Einnahmen erzielen können. Ein Portfoliomanager sagte, Banken kalkulierten bei GPUs typischerweise mit einem Abschreibungszeitraum von drei bis vier Jahren. NVIDIA verwies außerdem auf Drittstudien, denen zufolge einige große Cloud-Anbieter ihre Abschreibungszeiträume für Server von drei bis vier auf fünf bis sechs Jahre verlängert hätten.

Diese Zahlen beschreiben unterschiedliche Größen: Ein Abschreibungszeitraum ist eine buchhalterische Annahme, die erwartete Umsatzdauer eine wirtschaftliche Einschätzung. Beides gibt nicht unmittelbar an, wie lange ein Gerät tatsächlich eingesetzt wird. Genau diese Unsicherheit spielt eine Rolle, wenn Kreditgeber den möglichen Restwert einer GPU am Ende einer Finanzierung bewerten.

Welche Rolle Garantien spielen können

Für einzelne Geschäfte habe NVIDIA eine mögliche Restwertgarantie von höchstens 25 Prozent beschrieben. Berichten zufolge könnten weitere geplante Finanzierungen stärkere Garantien oder Kundenverträge vorsehen. Welche Absicherung eine konkrete Finanzierung erhält, hängt von ihrer jeweiligen Struktur ab.