Berichten zufolge sollte OpenAI am Dienstag, dem 13. Oktober 2026, Hunderte mathematische Ergebnisse auf GitHub veröffentlichen. Der Plan wurde am 6. Oktober bekannt; OpenAI-Sprecherin Lindsay McCallum sagte damals, eine Uhrzeit stehe noch nicht fest.

OpenAIs geplanter Mathematik-Release

Die geplante Veröffentlichung von Hunderten Ergebnissen ist eine eigene Zahl neben OpenAIs Behauptung, sein internes Modell habe mehr als 100 offene Probleme gelöst. Für Dienstag, den 13. Oktober, war der GitHub-Release vorgesehen.

Was OpenAI über sein Modell behauptet

Lindsay McCallum sagte, OpenAI habe am 28. August mit dem Training eines neuen internen Modells begonnen. Dieses habe mehr als 100 langjährige offene Probleme aus den meisten Bereichen der Mathematik gelöst, darunter das Navier–Stokes-Problem aus den Millennium-Preisproblemen.

Die Navier–Stokes-Gleichungen beschreiben die Bewegung von Flüssigkeiten. Die Aufgabe gehört zu den mathematischen Problemen, die mit dem Millennium-Preis verbunden sind.

Warum Mathematiker die Veröffentlichung kritisierten

OpenAI brachte im August rund 40 Mathematiker zusammen, um über die wachsenden Fähigkeiten von KI in der Mathematik und die Veröffentlichung solcher Ergebnisse zu sprechen. Bryna Kra zufolge bat die Runde OpenAI, erklärende Fachartikel zu veröffentlichen, statt sich allein auf Blogbeiträge oder Tweets zu stützen. Kra meinte, dieser Rat habe die Vorgehensweise des Unternehmens offenbar nicht verändert.

OpenAI erklärte, Empfehlungen seiner Advisory Group on Mathematics and Artificial Intelligence am Institute for Advanced Study sowie öffentliche Empfehlungen sollten in die nächste Veröffentlichung einfließen. Der Mathematiker Nestor Guillen verortete die Sorgen seiner Kollegen vor allem bei der Machtkonzentration in KI-Unternehmen, nicht bei KI selbst.

Der Streit um Buckmaster, Alpöge und Bubeck

Tristan Buckmaster warf OpenAI vor, einer verwandten, noch unveröffentlichten Arbeit zuvorgekommen zu sein, an der er gemeinsam mit Levent Alpöge arbeitete. Buckmaster sagte außerdem, Sébastien Bubeck habe den Eindruck erweckt, Alpöge solle bei einer Arbeit nicht als Autor geführt werden. Bubeck bestritt, darum gebeten zu haben, Alpöge aus einer Autorenliste auszuschließen.

Werkzeuge für maschinengestützte Mathematik

Hexagon ist ein Repository für überwiegend KI-generierte mathematische Inhalte. Palomar dient als Register für maschinell verifizierte Mathematik.