Circle soll im Zusammenhang mit dem Binance-Vorfall USDC-Adressen gesperrt haben. Ein Autor, der nach eigenen Angaben den Tracker OmniTrace betreibt, meldete für den 29. Oktober 2026 um 21:04:59 UTC 823 Millionen USDC auf einer einzelnen Adresse. USDC ist ein Stablecoin.

Binance hatte den Zugriff auf einen internen Wallet-Signaturdienst mit dem Vorfall in Verbindung gebracht. Den von Binance beschriebenen Ablauf fasst unser früherer Bericht zum Angriff zusammen.

Was der Tracker am 29. Oktober meldete

Der Reddit-Beitrag des OmniTrace-Betreibers nennt später am selben Abend drei weitere Beobachtungen: um 23:31 UTC 1,56 Millionen USDC, um 23:53 rund 52.400 USDC und um 23:54 2,96 Millionen USDC, jeweils an weiteren Adressen. Der Autor führte diese Beträge als zusätzliche Sperren auf.

Die 823 Millionen USDC bezeichneten eine einzelne Adresse, nicht die gesamte Sperrsumme.

Warum die gemeldeten Summen unterschiedlich ausfallen

Benzinga nannte in einem Bericht vom 4. November mehr als 800 Millionen USDC; Blockchain.news bezifferte die Sperre in einem Bericht vom 5. November auf rund 1,1 Milliarden USDC. Der Trackerwert bezieht sich auf eine einzelne Adresse, während die beiden Berichte eine Gesamtsumme der Sperren nennen. Es handelt sich damit um Angaben zu verschiedenen Zeitpunkten und mit unterschiedlicher Reichweite.

Was eine Sperre bewirkt

Blockchain.news beschrieb die Sperre so, dass gelistete Adressen keine USDC mehr versenden können. Bereits ausgeführte Transfers würden dadurch nicht rückgängig gemacht; die Sperre entscheide auch nicht über Eigentum oder Einziehung der Vermögenswerte.

Die Meldungen betreffen konkrete Wallet-Adressen, keine pauschale Sperre aller Binance-Kundenkonten. Eine Adresssperre ist außerdem keine Rückzahlung: Sie macht zuvor ausgeführte Transfers nicht rückgängig.