CNES hat am 29. Oktober 2026 die Bodenqualifikation des wiederverwendbaren Raketendemonstrators Callisto am Guiana Space Centre in Französisch-Guayana begonnen. Getestet wird ein maßstabsgetreues Mock-up von CIPAL. Eine erste, einwöchige Kommunikationskampagne soll prüfen, wie das Mock-up mit der Infrastruktur des Startplatzes zusammenarbeitet, darunter auch mit dem Radar. CNES nennt sechs Antennen in Flugkonfiguration und Tests bis ins Jahr 2027.

Callisto steht am früheren Diamant-Startplatz

Ein weißes, schlankes Raketen-Mock-up steht aufrecht auf einem Startplatz. Beschäftigte, Bodengeräte und ein Kran sind zu sehen.

Das Mock-up wurde am früheren Startplatz der Diamant-Rakete errichtet. Dort prüft CNES Bodensysteme, die Schnittstellen zwischen Fahrzeug und Startbasis sowie die zugehörigen Abläufe. Es ist eine Bodenqualifikation mit einem Mock-up, kein Flug des Demonstrators.

Sechs Antennen sollen die Kommunikation prüfen

Für den ersten Kommunikationstest ist eine Dauer von einer Woche vorgesehen. Die sechs Antennen am Mock-up entsprechen der Flugkonfiguration. Das Fahrzeug soll mit der Infrastruktur des Startplatzes kommunizieren; CNES legt den Schwerpunkt auf zuverlässige Verbindungen beim Start und besonders während des Abstiegs.

Die Bodentests verbinden mehrere Prüfbereiche: Systeme am Startplatz, die Schnittstellen zum Fahrzeug und die Betriebsabläufe. CNES zufolge soll ihre gemeinsame Qualifikation Entwicklungsaufwand bei Kosten und Zeitplan optimieren. Callisto ist ein gemeinsames Vorhaben von CNES, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der japanischen Raumfahrtagentur JAXA.

Die Bodentests sollen bis 2027 weitergehen

CNES zufolge soll die Qualifikation bis ins Jahr 2027 laufen. Danach soll das Fluggerät am Startplatz eintreffen. Einen Kalendertag für diese Ankunft nennt die Agentur nicht.