Ein wenig bekanntes Werkzeug in Windows 10 und 11 ist compact.exe, eine integrierte Funktion, mit der wir Dateien und/oder Ordner auf NTFS-Partitionen komprimieren können. Während die Benutzeroberfläche des Betriebssystems eine isolierte Option bietet, um diese Komprimierung zu aktivieren, wird compact.exe viel leistungsfähiger, wenn wir es selbst ausführen, oder wenn wir alternativ die dedizierte Umgebung CompactGUI verwenden, die direkt auf die Windows-API zugreift, um denselben Effekt zu erzielen.

CompactGUI: Dateien und Ordner unter Windows 10 und 11 einfach komprimieren
Komprimiert Dateien und Ordner unter Windows

Das Installieren von Spielen auf Solid-State-Laufwerken ist längst keine bloße Empfehlung mehr. Tatsächlich erfordern viele Titel sie bereits, um ausreichend kurze Zugriffszeiten zu gewährleisten, und wenn wir uns die aktuellen Preise ansehen (weniger als 60 Euro pro Terabyte), scheint es an der Oberfläche keinen Sinn zu machen, allzu viel darüber nachzudenken.

Dennoch ist jeder Nutzer ein Universum, und nicht jeder kann sich dieses Speicher-Upgrade kurzfristig leisten. Niemand hat gerne nur ein oder zwei Spiele installiert, weil der Speicherplatz begrenzt ist. Wenn also das Budget für eine zusätzliche Festplatte fehlt, sollte man die Möglichkeit in Betracht ziehen, Daten zu komprimieren. So kommen wir zu CompactGUI.

CompactGUI: Dateien und Ordner unter Windows 10/11 einfach komprimieren

CompactGUI: Dateien und Ordner unter Windows 10 und 11 einfach komprimieren
Vier verfügbare Algorithmen und die Möglichkeit, jeden komprimierten Ordner zu überwachen

CompactGUI ist ein von IridiumIO auf GitHub erstelltes Tool. Nach einer langen Pause in der Entwicklung (etwas mehr als ein Jahr zwischen Builds) ist CompactGUI in den letzten Wochen mit Version 3.0 wieder an den Start gegangen. Neben der Neugestaltung der gesamten Oberfläche und dem Umstieg auf .NET 6 erweitert CompactGUI die Liste der Erweiterungen, die sich nicht gut komprimieren lassen, fügt einen Skalierungsparameter für die Oberfläche hinzu (sehr nützlich bei Bildschirmen mit einer Höhe von weniger als 800 Pixeln) und ermöglicht es uns, bereits komprimierte Ordner zu überwachen (jede spätere Änderung, wie ein massives Update, kann die betroffenen Dateien dekomprimieren).

CompactGUI greift nun über die Win32-API ohne Umweg über compact.exe auf Dateien zu, um sie zu komprimieren. Die verfügbaren Algorithmen bleiben also dieselben: Drei Stufen von XPRESS (4K, 8K und 16K) sowie LZX. XPRESS 4K ist die schnellste Option, XPRESS 8K und 16K bieten eine bessere Balance zwischen Komprimierung und Leistung, und LZX zielt auf maximale Komprimierung ab, fügt dem Prozessor jedoch einen kleinen Overhead hinzu.

CompactGUI: Dateien und Ordner unter Windows 10 und 11 einfach komprimieren
Die Komprimierungsergebnisse sind von Fall zu Fall unterschiedlich. Hier hat „Othercide“ nicht allzu viel nachgegeben...

Zum Abschluss haben CompactGUI-Nutzer eine Datenbank mit über 5.000 mit diesem Tool komprimierten Spielen erstellt. Die Informationen wurden seit Mai 2021 nicht mehr aktualisiert, sind aber immer noch ein guter Anhaltspunkt, um zu prüfen, ob sich die Komprimierung eines Spiels lohnt oder nicht. Doom Eternal lässt sich zum Beispiel kaum komprimieren (zwischen 4 und 5 Prozent), während Subnautica über 40 Prozent erreicht. Den Link finden Sie weiter unten!

(Anm. d. Red.: Das Programm erfordert .NET 6, oder alternativ können wir die portable Version herunterladen, die alle notwendigen Module enthält.)

Offizielle Website und Download: Klicken Sie hier

Wie man Programme von GitHub herunterlädt: Klicken Sie hier