Die „Google-Welt“ wurde mit dem Start der neuen I/O-2016-Konferenz mit Neuigkeiten überschüttet, aber wenn es eines gibt, das über allem steht, dann ist es Daydream. Bisher schienen alle Anstrengungen von Mountain View im Bereich Virtual Reality um Projekte wie Cardboard zu kreisen, doch Daydream symbolisiert die offizielle Ankunft der VR-Unterstützung in Android. Das Gefühl ist, dass diese Plattform sich gegen das Gespann Oculus / Samsung behaupten will, und Android N wird ein fundamentaler Baustein für die Entwicklung dieser Strategie sein.

Daydream: Die Virtual-Reality-Plattform für Android N
Daydream

Virtual Reality und mobile Geräte. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir eine viel engere Beziehung zwischen ihnen sehen, als es heute der Fall ist. Samsung hat der Welt mit dem Gear VR das Potenzial dieser Beziehung gezeigt, und obwohl es nicht an allen technischen Einschränkungen fehlte, hat der südkoreanische Gigant solide Arbeit geleistet. Die „Alternative“ von Google, wenn man es so nennen will, war Cardboard, aber wenn wir ehrlich sind, diente Cardboard eher als Entdecker neuer Modi in YouTube (die Wiedergabe in 360 Grad) als zur Positionierung von Virtual Reality in Android. Tatsächlich haben sie bis jetzt keinerlei Interaktion, und mehr als einmal fragten wir uns, ob es eine gemeinsame Zukunft zwischen Android und Virtual Reality gäbe. Am ersten Tag der I/O-Konferenz räumte Google alle Zweifel aus: Der Codename ist Daydream, und es handelt sich um eine vollständige Virtual-Reality-Plattform, die wir bald in Android N sehen werden.

Daydream: Die Virtual-Reality-Plattform für Android N
Das „Referenzdesign“ von Daydream für eine VR-Brille, begleitet von einem speziellen Controller.

Die Rolle von Android N ist keine Laune von Google, sondern eine echte Notwendigkeit, um mehrere technische Schwierigkeiten hinter sich zu lassen, angefangen bei der Latenz. Es genügt zu sagen, dass die ersten Tests von Daydream unter Android 6.0 Marshmallow eine Latenz von 100 Millisekunden auf einem Nexus 6P ergaben, während die Optimierungen von Android N sie auf unter 20 Millisekunden senkten. Daydream wird auch eine fortgeschrittene Integration in die Benutzeroberfläche von Android N besitzen, bis hin zu neuen Benachrichtigungen innerhalb der virtuellen Umgebung, in der wir uns befinden. Natürlich hängt jede weitere Änderung von der App selbst ab, aber wir werden nicht leugnen, dass dies eine sehr interessante Möglichkeit ist. Als ob das nicht genug wäre, hat Google ein „Referenzdesign“ für eine VR-Brille veröffentlicht. Nichts deutet darauf hin, dass Google dieses Design selbst auf den Markt bringen will, aber wir sollten aufmerksam bleiben.

Nun zur Hardware. Wer werden die Ersten sein, die mit Daydream experimentieren? Die Antwort ist einfach: Alle Entwickler mit einem Nexus 6P und dem „Developer Preview 3“ von Android N, das hier heruntergeladen werden kann. Warum nur das 6P? Das Schlüsselwort ist „AMOLED“. Obwohl das Nexus 5X mit dem Preview kompatibel ist, erstreckt sich dies nicht auf Daydream, da es ein LCD-Display hat, eine Technologie, die von anderen sehr hochkarätigen Virtual-Reality-Produkten wie Rift und Vive verworfen wurde (beide verwenden OLED-Displays mit einer Bildwiederholfrequenz von 90 Hz). Werden wir Hersteller sehen, die „zertifizierte“ Smartphones für Daydream herausbringen? Die ersten acht Namen: HTC, LG, Xiaomi, Huawei, ZTE, Asus, Alcatel ... und Samsung.

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