Reuters berichtete am 29. Oktober 2026 unter Berufung auf The Information, DeepSeek und Moonshot AI hätten Antworten des OpenAI-Modells GPT-6 Astra zum Training neuer Modelle verwendet. Die Behauptung betrifft generierte Antworten, nicht einen Zugriff auf die Modellgewichte.

Welche Modelle genannt werden

Techzine nannte DeepSeek V4.1-Flash 1017 und Kimi K3.1 Pro als die Modelle, die mit den Antworten trainiert worden sein sollen. Am 29. Oktober meldete Techzine außerdem, OpenAI, DeepSeek und Moonshot AI hätten nicht unmittelbar auf Reuters’ Anfragen reagiert.

Was Modelldestillation bedeutet

Bei der Modelldestillation dienen Antworten eines größeren Modells als Trainingsbeispiele für ein anderes Modell. Im hier berichteten Vorwurf sollen Antworten von GPT-6 Astra diese Rolle gespielt haben. Der behauptete Vorgang betrifft damit die Nutzung von Modellantworten, nicht die Übernahme der Gewichte von GPT-6 Astra.

Eine frühere OpenAI-Kampagne war ein eigener Vorgang

Techzine fasste einen OpenAI-Beitrag vom 30. September 2026 zusammen: OpenAI habe einen Teil einer im Juli begonnenen Distillationskampagne mit Personen aus dem Umfeld von Moonshot AI in Verbindung gebracht. In dem Beitrag habe das Unternehmen auch Einschränkungen betrügerischer Konten sowie strengere Registrierungsprüfungen und ausgeweitete Netzwerküberwachung beschrieben.

Ein weiterer, separater Komplex um Claude und chinesische KI-Firmen ist Thema von NeoTeos früherer Berichterstattung.