Der Bau von Waffenrepliken erfreut sich heutzutage großer Beliebtheit. Filme, Serien und Videospiele dienen als Inspiration für die Herstellung aller Arten von Waffen, egal wie fantastisch oder technologisch sie sind. Kürzlich hat sich der YouTube-Kanal I Like to Make Stuff dazu entschieden, den Spuren einer Katana zu folgen – gebaut aus Holzdielen. Das mag zunächst einfach erscheinen, aber die Liebe zum Detail, die ein japanisches Schwert (selbst als Replik) erfordert, zusammen mit der Armee von Werkzeugen, die in den Prozess einfließen, wirft diese Illusion sofort über den Haufen.
Bokken statt Katana: Ein wichtiger Unterschied
Bevor wir beginnen, möchte ich eine Fachlichkeit klarstellen, weil ich überzeugt bin, dass unsere Leser sich mit japanischer Kultur auskennen und das nicht leicht zu ignorieren ist: Ein „Holzkatana“ wird als bokken bezeichnet. Während die Katana ein traditionelles japanisches Schwert ist, das echt ist, dient das Bokken vor allem dem Training – obwohl es in den Händen eines Meisters (oder im Gegenteil, jemandem, der keine Ahnung hat, was er tut) einen Menschen töten kann. Wer seine ersten Schritte in dieser besonderen Welt machen möchte, findet in Shinai oder Bambusschwert eine viel sicherere Ressource, aber wenn es um den Bau von Repliken geht, entscheiden sich die meisten dafür, den Weg des Holzes zu gehen.
Bob vom Kanal I Like to Make Stuff
Genau das hat Bob vom YouTube-Kanal I Like to Make Stuff getan, nach ein wenig Iron Fist und dem Verfolgen der Entwicklung der Katana, die Alec Steele gebaut hat (insgesamt 14 Videos). Der Unterschied besteht darin, dass er kein spezialisiertes Holz verwendete, sondern sein Design auf Reststücken von Holzdielen basierte. Die Klinge erforderte viel Zeit, aber ich persönlich glaube, dass die Schwierigkeiten beim Bau aller Elemente des Griffs größer waren, mit besonderem Schwerpunkt auf den Diamanten.
Das Endergebnis ist sehr gut, obwohl Bob zugibt, dass das Schwert nicht perfekt geworden ist. Einige der Zwischenräume zwischen den Diamanten mussten mit Sägemehl und Kleber gefüllt werden, der Habaki aus Bambus sticht zu stark vom Rest des Schwertes ab, und schließlich ist es für einen Benutzer wie Bob zu lang (15 Zentimeter zu viel). Trotzdem würde ich mir seine „Version 2.0“ wünschen, und warum nicht, ein echtes Katana in der Zukunft.