Wie Business Insider über SpaceXs Quartalsgespräch am 20. Oktober 2026 berichtete, sagte CEO Elon Musk, große Cloudanbieter, sogenannte Hyperscaler, und Dutzende kleinere Unternehmen hätten wiederholt Rechenkapazität mieten wollen. Musk skizzierte einen Plan, nach dem SpaceX ungefähr die Hälfte seiner KI-Rechenleistung intern einsetzen und die andere Hälfte an Dritte vermieten sollte. Die Aufteilung könne sich von Monat zu Monat ändern.

Musk zufolge hätte SpaceX seine Rechenkapazität mehrfach vermieten können, wenn das Unternehmen alle Anfragen angenommen hätte. In den wiedergegebenen Aussagen nannte er keine einzelnen Interessenten.

Interne KI-Arbeit und Vermietung zum Spotmarktpreis

Zu den internen Nutzern zählte Musk Grok und Cursor. Außerdem sagte er, SpaceX habe versucht, einen Teil seiner Inferenz, also der Ausführung trainierter KI-Modelle, zu anderen Cloudanbietern zu verlagern. So sollte mehr Rechenleistung fürs Training frei werden.

Für die Vermietung an Dritte beschrieb Musk Spotmarktpreise statt langfristiger Verträge. Der Preis würde sich damit am jeweils aktuellen Markt orientieren. Als Beispiel verwies er auf gestiegene Mietpreise für ältere Nvidia-H100-Chips im Vergleich zu der Zeit, als die Chips neu waren.

Die Vereinbarungen mit Google und Anthropic

Forbes México berichtete, SpaceX habe am 5. Juni 2026 mit Google einen Cloud-Service-Vertrag über den Zugang zu rund 110.000 Nvidia-Rechenkomponenten geschlossen. Vorgesehen seien Zahlungen von 920 Millionen US-Dollar pro Monat von Oktober 2026 bis Juni 2029, vorbehaltlich der Vertragsbedingungen.

Im Mai 2026 meldete Forbes México außerdem eine ähnliche Vereinbarung zwischen SpaceX und Anthropic. Dafür seien monatliche Zahlungen von 1,25 Milliarden US-Dollar bis 2029 vorgesehen. Diese separat berichteten Verträge unterscheiden sich von Musks beschriebenem Ansatz, Rechenleistung flexibel zu Spotmarktpreisen zu vermieten.