Die Europäische Weltraumorganisation ESA meldet am 13. Oktober 2026, dass zwei flugnahe Entwicklungsmodelle des LUPEX-Massenspektrometers EMS-L erfolgreich zusammengebaut und getestet wurden. Das Instrument soll später auf dem LUPEX-Rover die dünne Mondexosphäre und flüchtige Stoffe in Bodennähe untersuchen. ESA

Was die beiden Modelle abbilden

Die Modelle stehen für unterschiedliche Aspekte des Instruments. Das eine bildet Funktionen und digitale Schnittstellen ab. Das andere bildet Form, mechanische Schnittstellen sowie thermische und strukturelle Eigenschaften nach.

Was EMS-L auf dem Mond untersuchen soll

Die Exosphäre ist die äußerst dünne Hülle aus Atomen und Molekülen rund um die Mondoberfläche. EMS-L soll laut ESA chemische Spezies nahe der Oberfläche identifizieren, ihre Unterschiede zwischen Orten erfassen und Temperaturdaten sammeln. Außerdem soll das Instrument die Exosphäre und flüchtige Stoffe untersuchen, die beim Fahren und Bohren des Rovers freigesetzt werden. ESA

EMS-L ist Teil einer größeren Wasserforschung

LUPEX soll vor Ort Menge, Verteilung, Zustand und Form der Wasserressourcen in den Mondpolargebieten untersuchen. JAXA sieht dafür Rover-Beobachtungen bis zu 1,5 Meter unter der Oberfläche und eine Missionsdauer von mehr als drei Monaten vor. Das sind Angaben zum Rover und zur Mission, nicht zu EMS-L. JAXA

JAXA beschreibt außerdem einen Missionsablauf, bei dem ein Wasserstoffnachweis zur Ausgrabung führen kann. Anschließend sollen Proben erhitzt werden, damit flüchtige Stoffe verdampfen und sich chemisch sowie nach Wassermenge und Isotopen untersuchen lassen. ESA beschreibt EMS-Ls Aufgabe enger: Das Instrument soll die Exosphäre und flüchtige Stoffe im Umfeld der Roverbewegung und Bohrungen erfassen.

LUPEX soll frühestens 2028 starten

JAXA und die ESA nennen frühestens 2028 als geplanten Startzeitpunkt; vorgesehen ist eine H3-Rakete. JAXA stellt den Rover, während der Chandrayaan-5-Lander der indischen Raumfahrtbehörde ISRO die Mission zum Mond bringen soll. JAXA ESA