In einer Erklärung vom 30. September 2026 forderte Fairplay US-Behörden auf, den Einsatz von KI-Agenten-Maskottchen bei Meta und OpenAI zu untersuchen. Die Organisation wollte klären lassen, ob die Unternehmen mit solchen Figuren gezielt Kinder an ihre Agenten heranführen.

Was Fairplay prüfen lassen will

Fairplay-Geschäftsführer Josh Golin rief die Federal Trade Commission (FTC) und die Generalstaatsanwälte der US-Bundesstaaten dazu auf, die Absichten der Unternehmen zu untersuchen. Der Aufruf richtet sich auf eine mögliche gezielte Ansprache von Kindern durch KI-Agenten-Maskottchen.

Jolly und Dots geben KI-Agenten ein Gesicht

Zum Meta-Agenten Muse gehört Jolly, eine flauschige, anpassbare Figur. OpenAI stellte Dots am 29. September 2026 vor. Nutzer können ihren Hauptagenten benennen und personalisieren; zum Einstieg müssen sie weder einen Namen vergeben noch eine Figur auswählen.

Jolly war bereits Thema unserer früheren Berichterstattung zu Meta Muse und Jolly. Fairplays Erklärung rückt nun die mögliche Ansprache von Kindern durch solche Figuren in den Mittelpunkt.

Was Forschung über Figuren und Vertrauen sagt

Eine freundliche, menschenähnliche Figur kann einen abstrakten Agenten zugänglicher wirken lassen. Die Forschung zu solchen Gestaltungselementen findet beim Einfluss auf Vertrauen jedoch je nach Kontext unterschiedliche Ergebnisse. Ein allgemeiner Vertrauensgewinn durch KI-Maskottchen lässt sich daraus nicht ableiten.

Welche Kontrollen OpenAI für Dots beschreibt

OpenAI zufolge kann Dots verbundene Apps und einen eigenen Cloud-Computer nutzen. Der Zugriff auf den Computer eines Nutzers ist davon getrennt und setzt eine Verbindung durch den Nutzer voraus.

Nutzer können App-Berechtigungen verwalten, Regeln für Handlungen festlegen und bestimmen, ob Dots Aktionen ausführen, blockieren oder erst nach einer Freigabe vornehmen darf. Sie können Aktivitäten einsehen und die Arbeit des Agenten umlenken. OpenAI warnt, dass Dots Fehler machen kann, und empfiehlt, folgenreiche Aufgaben zu prüfen.