Einige unserer Leser haben vielleicht schon Erfahrung mit Laser-Tag oder Paintball, aber Augmented Reality klopft an die Tür, und Ego-Shooter stehen kurz vor einer Veränderung. Heute werfen wir einen Blick auf das Projekt Father.io, das einen massiven Mehrspieler-Titel entwickeln will und das Beste aus Augmented Reality mit einem speziellen Zubehör für unsere Smartphones kombiniert, die dadurch zu simulierten Waffen werden.

Father.io: Augmented-Reality-Spiel, bei dem dein Smartphone zur Waffe wird
Father.io

Augmented Reality muss noch praktische Anwendungen finden, und die Konzepte, die diese Idee verbreiten wollten, sind nie über die Werbephase hinausgekommen. Im Bereich der Videospiele sieht man jedoch deutlich mehr Fortschritt. Ein erstes Beispiel, das mir in den Sinn kommt, ist Ingress, ein Spiel mit Millionen von Teilnehmern weltweit. Mobile Geräte ermöglichen eine völlig andere Dimension des Online-Spielens, und wenn man dazu digitale Ziele hinzufügt, die nur mit der Kamera eines Smartphones oder Tablets sichtbar sind, ist das Engagement der Spieler noch größer. Damit machen wir Platz für das, was man gut als „die nächste Generation“ der Augmented-Reality-Spiele bezeichnen könnte:

Father.io: Der FPS im echten Leben

Father.io präsentiert sich selbst als der erste FPS im echten Leben, oder besser gesagt, eine Art Laser-Tag mit Augmented Reality. Zusätzlich zur Installation der App auf einem kompatiblen Gerät muss der Spieler den „Inceptor“ anschließen, ein kleines Zubehör mit einer Reichweite von 50 Metern, das an Smartphones, Phablets und Tablets angebracht werden kann, sofern sie keinen Bildschirm haben, der größer als 5,7 Zoll ist. Der Inceptor ist außerdem mit einem halben Dutzend Sensoren ausgestattet, die Schüsse anderer Spieler erkennen. Aber es gibt noch mehr: Die Verwendung des Inceptor ist nicht verpflichtend, und jeder Spieler kann besondere Regionen seiner Stadt erobern, virtuelle Bauten zur Verteidigung entwickeln und Drohnen als Luftunterstützung einsetzen. Als ob das nicht genug wäre, können diejenigen, die einen Inceptor besitzen, jederzeit ein „Deathmatch“ vor Ort organisieren, sogar im selben Büro.

Zu sagen, dass Father.io das Interesse der Spieler geweckt hat, ist eine Untertreibung. Seine Kampagne auf Indiegogo suchte nur 50.000 Dollar, um die nächste Phase zu starten, und mit zwei Wochen Vorsprung hat sie bereits fast 300.000. Der günstigste Weg, bei Father.io einzusteigen, ist das kostenlose Herunterladen der App, aber wer einen Inceptor möchte, muss 50 Dollar für ein Paket mit zwei Einheiten zahlen. Die ersten Auslieferungen erfolgen am Ende des nächsten Sommers.

Father.io auf Indiegogo: