Fermaca stellte am 4. November 2026 Pläne für eine KI-Plattform in Mexiko vor. Der erste Einsatz ist im Rechenzentrum Fermaca Digital Origins in Mexiko-Stadt vorgesehen. Für KI-Anlagen nannte das Unternehmen ein Ziel von insgesamt 60 MW Leistung bis zum 31. Dezember 2027. Davon getrennt steht die langfristige Ambition, in Fermaca Digital City in Durango bis zu 1 GW IT-Kapazität aufzubauen.
Was Fermaca für die KI-Plattform plant
Fermaca gab bekannt, NVIDIA Cloud Partner zu sein, und bezeichnete sich dabei als ersten Partner dieses Typs mit Hauptsitz in Mexiko. Das Unternehmen kündigte eine stufenweise aufgebaute Plattform für KI-Anwendungen an.
Als ersten Standort nennt Fermaca Digital Origins in Mexiko-Stadt, wo zunächst ein Cluster auf Basis von NVIDIA Blackwell Ultra vorgesehen ist. Für eine KI-Fabrik in Entwicklung nannte Marcio Aguiar, Director of Enterprise für Lateinamerika bei NVIDIA, Systeme des Typs NVIDIA B300 NVL72. NVIDIA Vera Rubin steht als spätere Ausbaustufe auf der Roadmap.
Die angekündigten Zuständigkeiten sind ebenfalls verteilt: Inventec Corporation soll Computersysteme liefern, DDN die Speicherinfrastruktur. Fermaca will die Infrastruktur entwickeln und betreiben.
60 MW Anlagenleistung und bis zu 1 GW IT-Kapazität
Das 60-MW-Ziel bezieht sich auf die Gesamtleistung der KI-Anlagen, einschließlich Rechenbetrieb, Kühlung und unterstützender Infrastruktur. Fermaca will diese Anlagen bis zum 31. Dezember 2027 in Betrieb haben.
Die bis zu 1 GW für Fermaca Digital City in Durango sind dagegen eine langfristige Ambition für IT-Kapazität: Gezählt wird dabei nur die Leistung der Computertechnik. Fermaca beschreibt die beiden Ziele als eigenständige Etappen. Die Zahlen stehen deshalb für unterschiedliche Größen und Standorte, nicht für zwei Angaben zur selben Kapazität.
Frühere Vorhaben für Durango
Für Durango waren bereits zuvor weitere Rechenzentrumsprojekte angekündigt worden. BNamericas berichtete 2024 über einen Fermaca-Networks-Plan mit zwei Stufen: einem Edge-Rechenzentrum mit 4 bis 8 MW und einer späteren Hyperscale-Anlage mit 200 bis 250 MW. Als vorgesehene Dienste nannte der Bericht Colocation, Notfallwiederherstellung und Zusammenschaltung von Netzen.
Data Center Dynamics berichtete 2025 über ein separates Campusvorhaben mit einem 250-MW-Rechenzentrum und einem Kraftwerk mit kombiniertem Gas-und-Dampf-Prozess, das 350 MW leisten sollte. Zum angekündigten Vorhaben gehörten dem Bericht zufolge außerdem eine 160 Kilometer lange Gasleitung von Texas sowie ein 2.000 Kilometer langes Glasfasernetz.
Diese früheren Angaben beschreiben Rechenzentrumskapazitäten. Sie lassen sich nicht unmittelbar mit Fermacas späterem Ziel von 60 MW Gesamtleistung für Anlagen oder der IT-Kapazitätsambition von bis zu 1 GW gleichsetzen.